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Xanten
In Xanten geht es um die Wurst

14.000 Narren feiern beim Blutwurstsonntagszug in Xanten
14.000 Narren feiern beim Blutwurstsonntagszug in Xanten FOTO: Armin Fischer
Xanten. Der bunte Blutwurstsonntagszug lockte am Sonntag gut 14.000 Narren in die Stadt. Das Wetter spielte mit. Von Dirk Möwius

Wenn Römer, Giraffen, Schlümpfe, Mexikaner und Hühner langsam durch Xantens Straßen ziehen, ist Blutwurstsonntag. Bei gutem Wetter bahnte sich der Blutwurstsonntagszug gestern seinen Weg durch die Stadt. Und am Straßenrand freuten sich gut 14.000 bunt kostümierte Narren über die süßen und herzhaften Gaben von den Wagen und Fußgruppen.

"Der Globus eiert, beim XBK, da wird gefeiert" lautete das Motto des bunten Festzuges. Angeführt wurde er von Prinz Klaus I. aus Menzelen-Ost, der von seinem Trabi aus die Narren begrüßte. Ihm folgten Roboter, die Römer vom Landesspielmannszug St. Victor und die Landeier. Im Hühnerstall der Alten Herren Vynen gab es den Ententanz, ein Taxi bot sich als Shuttle zum Festzelt an und die Schlümpfe gaben ein Motto für den heutigen Rosenmontag aus: "Mach mal blau". Politische Themen waren wenig vertreten, aus Wardt kam aber die Bitte, auch auf den Deich zu dürfen: "Der Deich hat Platz für Mensch und Schaf." Eine der schönsten Ideen war auch der rollende Eisberg mit Pinguinen und Eisbär, der von vielen Eskimos begleitet wurde. Ihnen folgten fröhliche Mexikaner - im Karneval ist die Welt eben klein.

Sichtlich genoss auch das Xantener Kinderprinzenpaar seinen großen Tag. Tim I. und Hannah I. hatte alle Hände voll zu tun, dem närrischen Volk zu winken und reichlich Wurfmaterial zu verteilen. Der Abschluss gehörte dem Blutwurstkomitee: Angeführt vom Fanfarenzug Grün-Weiß Xanten, der entdeckt hat, dass Musiker im Zug nicht immer marschieren müssen, sondern dass sich auch vom Wagen auch gut Musik machen lässt. Dann Präsident Wolfgang Mehring, der seinen letzten Karnevalszug in diesem Amt zelebrierte. Und vom Blutwurstwagen wurde dann endlich das verteilt, was dem Xantener Zug den Namen gibt und ihn so einzigartig macht: Blutwurst, von Ludger Lemken frisch gemacht und von den Aktiven sauber verpackt. Die Zugleiter Theo Oymann und Werner van Gemmeren konnten zufrieden sein. Der Zug war prächtig und lief problemlos. So sah es auch die Polizei.

Großer Treffpunkt für die Jugend war schon früh am Sonntag der Markt, der von den DJs in einen großen Ballermann verwandelt wurde. Karnevalslieder waren vor dem Zug tabu, dafür wurden die Mallorcahits der vergangenen zehn Jahre rauf dun runter gespielt. Die vielen leeren Flaschen auf dem Markt zeigten auch, dass man in Zukunft sicher auch in Xanten über das mittlerweile in vielen Städten übliche Glasverbot nachdenken müsste. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollierten vor allem die ganz jungen Besucher und fanden einiges an Hochprozentigem, weitaus mehr als vor zwei Jahren, wie Tobias Fuß, Fachbereichsleiter Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung berichtete.

Quelle: RP
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