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Xanten
Josef-Hospital führend bei künstlichen Gelenken

Xanten: Josef-Hospital führend bei künstlichen Gelenken
Dr. Olaf Nosseir, Leiter des Endoprothetikzentrums. FOTO: Krankenhaus
Xanten. Zuletzt wurden in Deutschland jährlich über 410.000 Kunstgelenke implantiert. Das Endoprothetikzentrum des Sankt-Josef-Hospitals in Xanten ist auf diese Operationen spezialisiert und wurde 2014 von "EndoCert" zertifiziert. Im Juli erfolgte nun die erste Rezertifizierung, mit der die gleichbleibende Qualität unter Beweis gestellt wird.

Chefarzt der Chirurgie ist Dr. Olaf Nosseir. Er hat vor zweieinhalb Jahren die Leitung des Endoprothetikzentrums übernommen. Seitdem hat sich die Zahl der Eingriffe für Knie-und Hüftprothesen fast verdoppelt. Waren es 2015 noch 260 Operationen, so stieg die Zahl im Jahr darauf auf 360 und in diesem Jahr werden es laut Prognose des Krankenhauses 400 sein. "Das ist zum einen durch den demografischen Wandel bedingt", erläutert Dr. Nosseir. "Die Menschen werden immer älter, wollen aber mobil bleiben und nicht mit Schmerzen leben. Daher steigt der Bedarf an künstlichen Gelenken. Zum anderen erklärt aber auch der Erfolg der in unserem Haus durchgeführten Operationen diese Steigerung."

Individualprothesen werden mit Hilfe eines 3-D-Druckers millimetergenau für jedes Knie passend angefertigt. Im Sankt-Josef-Hospital wurde dieses Verfahren bereits 140 mal erfolgreich angewendet. "Dabei wird versucht, die natürlichen Eigenschaften eines Kniegelenkes wie Größe und Form sowie die Achse genau wiederzugeben. Der Heilungsprozess und die Beweglichkeit verlaufen meist schneller als nach dem Einsatz einer Standardprothese", so Dr. Nosseir. "Allerdings haben wir nach einem halben Jahr keine Unterschiede zur Verwendung einer Standardprothese festgestellt, beide Arten der Implantation sind somit gleich erfolgreich. Es gibt auch noch keine Langzeitstudien zu den Individualprothesen, das müssen wir abwarten."

Mindestens 50 Eingriffe müssen Dr. Olaf Nosseir und seine Kollegen in der Klinik pro Jahr durchführen, um rezertifiziert zu werden. "Alle Abläufe sind durch die Zertifizierung genau vorgegeben. Das beginnt schon mit der Sprechstunde", so Dr. Nosseir. "Alles unterliegt bestimmten Strukturen und Vorgaben. So wird jeder Fall mit den entsprechenden Gremien besprochen, wodurch garantiert wird, dass die Indikation richtig und eine Operation erforderlich ist."

Quelle: RP
 
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