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Xanten
Junge Männer bedrohen Gäste am FKK-Strand

Xanten. Eine Gruppe von sechs jungen Männern hat im Freibad Xantener Südsee am Mittwoch Badegäste bedroht und beleidigt. Das Geschehen wurde in seinem Ausmaß erst im Nachhinein bekannt. Die Polizei sucht Zeugen. Von Heinz Kühnen

Über das Verhalten der sechs Männer südländischen Aussehens, die alle etwa Mitte 20 Jahre alt sind und allesamt Vollbärte sowie tiefschwarze Haare tragen, hatten sich die ersten Gäste gegen Mittag beschwert. "Wir haben die Männer daraufhin gebeten, ruhiger zu sein", erklärt Lisa-Marie Theunissen, beim FZX für die Betriebsorganisation zuständig. Die Ermahnung blieb erfolglos. Die Gruppe habe sich dann zur Wasserskianlage begeben und das Personal aufs übelste beschimpft, erzählt die 26-Jährige, die daraufhin von ihrem Hausrecht Gebrauch machte und die Männer, die sich verbal weiterhin keineswegs anders verhielten, aus dem Bad verwies. Kurze Zeit später sei die Gruppe dann aber doch wieder ins Bad gelangt, als ein Badegast aus einem anderen Grund kurz eine Nebentür geöffnet hatte. Daraufhin, so Lisa-Marie Theunissen weiter, habe sie die Polizei gerufen. Die Beamten, die auch nach einiger Zeit erschienen, haben die Personalien der Männer aufgenommen und sie vor die Tür gesetzt.

Erst am Folgetag machte eine Badbesucherin darauf aufmerksam, dass die Männer auch an anderen Stellen auffällig geworden waren. Zwei von ihnen seien im FKK-Bereich an Land geschwommen. Gemeinsam mit den anderen vier hätten sie dort die Badegäste mit gröbsten Ausdrücken auf Deutsch beschimpft und auch bedroht. "Garniert" worden seien die Kraftausdrücke mit eindeutig islamischen Ausrufen. Anschließend entfernten sich die Täter aus dem FKK-Bereich. Bereits im vergangenen Jahr, so Lisa-Marie Theunissen, habe es einen ähnlichen Vorfall gegeben. Dabei habe es sich allerdings eindeutig um einen anderen Täterkreis gehandelt.

Die Polizei sucht nun Zeugen des Vorfalls beziehungsweise Badegäste, die Angaben zu diesen und ähnlichen Vorfällen machen können. Generell, so ein Sprecher der Kreispolizeibehörde, sollten verdächtige Wahrnehmungen und Straftaten immer über den kostenlosen Notruf 110 gemeldet werden, damit die Polizei Ermittlungen aufnehmen könne. Das gelte auch und gerade in diesen "sensiblen Zeiten".

Hinweise nimmt die Polizei auch unter der Telefonnummer 02801 71420 entgegen.

Quelle: RP
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