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Xanten
KAB ist zurück auf der Adlersaal-Bühne

Xanten: KAB ist zurück auf der Adlersaal-Bühne
Die Proben für das Stück "Wer schön sein will, muss leiden" auf der neuen Bühne im Adlersaal laufen auf Hochtouren - hier sind Hubert Alkämper, Helmut Giesen und Thomas Alkämper (von links) im engagierten Dreier-Gespräch. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Nachdem das alte Pfarrheim in Menzelen-Ost abgerissen worden ist, hat die Laienspielgruppe mangels Bühne ein Jahr Pause gemacht. Nach der Sanierung des Lokals freuen sich alle auf die Premiere von "Wer schön sein will, muss leiden". Von Erwin Kohl

Jahrzehntelang hat die Laienspielgruppe der KAB Menzelen-Ost ihr Publikum auf der kleinen Bühne des alten Pfarrheims bestens unterhalten. Damit war nach dem Abriss des Gebäudes erst mal Schluss. Im Neubau, der im Frühjahr eingeweiht werden soll, gibt es keine Bühne mehr. Doch die einjährige Theaterpause geht zu Ende. Die Premiere für den Neustart an alternativer Stelle steht unmittelbar bevor.

"Wir sind praktisch eine obdachlose Schauspielgruppe", hatte Marlies Meier, die zusammen mit Thomas Alkämper die Geschicke des KAB-Ensembles leitet, gegenüber der RP mit höchsten Bedauern gesagt. Das ist inzwischen fast genau ein Jahr her.

Ein Statement, das aber für Aufmerksamkeit im Dorf gesorgt hat, wie Alkämper jetzt berichtet: "Es gab zwar schon erste Gespräche mit Uli Evers, dem Wirt vom Adlersaal. Aber dieser Bericht in der RP hat die Sache dann enorm beschleunigt."

Zum Bau einer adäquaten Bühne im altehrwürdigen Tonnensaal der Traditionsgaststätte fehlte es bis dahin vor allem an der nötigen Manpower. Denn schon während der Planung wurde deutlich, dass dieses Projekt ohne entsprechende Eigenleistung nicht finanzierbar wäre. Aber die starken Männer aus dem Froschdorf ließen sich nicht lange bitten und packten an (die RP berichtete ausführlich).

"Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Helfern und den örtlichen Handwerksbetrieben herzlich bedanken", sagt Thomas Alkämper. Für das KAB-Laienspiel schließt sich damit ein Kreis. Die Aufführungen der Truppe haben bis ins Jahr 1978 genau dort stattgefunden.

Auch Wirt Uli Evers ist rundum glücklich. Der Gastronom freut sich auf die Bewirtung der Theaterbesucher und lässt sich dafür einiges einfallen: "Vor den Nachmittagsaufführungen an den beiden Sonntagen gibt es ab 14.30 Uhr Kaffee und von den KAB-Frauen selbst gebackenen Kuchen. In den Pausen der Abendveranstaltungen dürfen sich die Besucher über schmackhafte Snacks vom Buffet freuen."

Thomas Alkämper freut sich darauf. Denn die kulinarischen Möglichkeiten in der alten Wirkungsstätte mit ihrer kleinen Küche waren eher begrenzt: "Das gibt unseren Aufführungen noch mal eine besondere Note."

Bis dahin stehen für die Schauspieler noch einige Proben im bereits aufgebauten Bühnenbild auf dem Plan. Bis zur Premiere des Stücks mit dem Titel "Wer schön sein will, muss leiden" müssen sie sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnen. "Außerdem hat der Saal eine ganz andere Akustik. Darauf müssen wir uns einstellen", sagt Marlies Meier.

Wir, das sind in dem Fall elf LaienSchauspielerinnen und -schauspieler, die sich auf die Schönheitsfarm "Kappeskopp" begeben, wo zwei abgebrannte Hochstapler und Heiratsschwindler darum wetten, wem es zuerst gelingt, eine der Frauen um 5000 Euro zu erleichtern. Die pfiffigen Damen durchschauen den Plan der Gauner natürlich irgendwann, und es entwickelt sich fortan eine turbulente Komödie. Das KAB-Publikum darf sich auf unterhaltsame Vorstellungen freuen.

Quelle: RP
 
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