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Xanten
Kein Konflikt um Duschzeiten

Xanten. Die FBI macht sich Sorgen um die Nutzung der Schulturnhalle in Birten. Die zukünftige Unterbringung von 60 Flüchtlingen in den Räumen der ehemaligen Grundschule werde eine regelmäßige, auch über den Tag verteilte Nutzung der Sanitäranlagen der Turnhalle in der Halle erforderlich machen, so Fraktionsvorsitzender Peter Hilbig, der anregt, deshalb eigene Duschgelegenheiten aufzustellen. Von Heinz Kühnen

Sandra Bree, Fachbereichsleiterin für Bildung, Sport, Kultur und Demografie in der Stadtverwaltung, sieht allerdings keineswegs so schwarz. Die gleiche Situation, so Bree im Sozialausschuss, gebe es bereits in Vynen. Dort sind in der ehemaligen Schule 47 Migranten untergebracht. Auch da gebe es Raum für 60 Personen. Und das Problem mit den Duschen sei in Absprache mit dem Sportverein ganz unbürokratisch gelöst worden. Die Flüchtlinge dürfen die Dusche nur zu bestimmten Zeiten nutzen. Während der Übungseinheiten des Vereins stehen die Anlagen ausschließlich den Sportlern zur Verfügung. Das habe sich längst eingespielt, wobei die Duschzeiten am Morgen inzwischen ausgeweitet worden seien: "Wir haben sie nach vorn gezogen, um den Kindern die Nutzung schon vor dem Gang zur Schule zu ermöglichen", so Bree. Das alles ließe sich auch in Birten so handhaben.

Im übrigen halte sie nicht viel vom Aufstellen von Duschcontainern - schon gar nicht in der kalten Jahreszeit. Und Platz sei in Birten eigentlich auch nur dort, wo sich der Spielplatz befinde. Das sei kontraproduktiv. Allerdings müsse das Thema erneut auf den Tisch, wenn es sich herausstelle, dass die Schule über längere Zeit von Flüchtlingen genutzt werden müsse. Dann, so Bree, solle aber eher eine Lösung in den Schulhäusern gesucht werden.

Quelle: RP
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