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Sonsbeck
Keine Arbeitsgruppe für den Hochwasserschutz

Sonsbeck. Manchmal ist weniger mehr. Dachte sich zumindest die Mehrheit im Sonsbecker Gemeinderat: Mit den Stimmen von CDU und SPD wurde ein gemeinsamer Antrag von FDP und Bündnis-Grüne abgelehnt, eine Arbeitsgruppe zum Hochwasserschutz zu bilden. Die sollte nach Ansicht der Antragsteller aus Vertretern der Verwaltung, der Lineg, der Kervenheimer Mühlenfleuth und Mitgliedern aller Fraktionen bestehen. Ihre Aufgabe: mit Blick auf die Starkregen-Katastrophe Ende Mai/Anfang Juni "die Schwachstellen im Entwässerungssystem zu analysieren und mit gezielten Maßnahmen den Entwässerungsplan (Hochwasserschutz) zu aktualisieren".

Das ist aus Sicht der Verwaltung nicht zielführend: Das Spektrum der Handlungsfelder sei für einen solchen festen Personenkreis zu vielschichtig. Da müssten Durchlässe und Rückhaltebecken überprüft werden, ebenso Pumpwerke und die Funktionsweise von Kanälen und Gräben - Aufgaben, die besser im Rahmen der laufenden Verwaltungstätigkeit aufgearbeitet werden sollten.

Außerdem gebe es nach Ansicht von CDU und SPD doch noch den Umweltausschuss, und da seien doch alle Fraktionen und Mitarbeiter der Verwaltung drin. D'accord gingen die Ratsvertreter mit dem Antrag von Grünen und FDP, die Bürger und Bürgerinnen sowie die Fraktionsvorsitzenden bei künftigen Katastrophenereignissen zeitnah zu informieren - über die Presse, die Homepage der Gemeinde und soziale Netzwerke.

(jas)
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