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Xanten
Kindergarten plant neues Außengelände

Xanten: Kindergarten plant neues Außengelände
Leiterin Annette Breuer erläutert Lars Lindemann und seinem Sohn Benedikt die Pläne für den neu geplanten Außenbereich des Kindergartens. FOTO: A. Fischer
Xanten. Bei Sankt Martin in Vynen wurde Samstag das 40-jährige Bestehen gefeiert. Der Erlös fließt in das Bauprojekt ein. Von Erwin Kohl

In Vynen, einen Steinwurf vom Ufer der Xantener Nordsee entfernt liegt der katholische Kindergarten Sankt Martin. Seit 40 Jahren wird dort der dörfliche Nachwuchs betreut. Dieses Jubiläum feierte die Einrichtung am vergangenen Samstag mit einem Tag der offenen Tür. "Begonnen haben wir mit zwei Gruppen zu je 25 Vorschulkindern, zwischenzeitlich haben wir aber auch Schulkinder betreut" erinnert sich die heutige Leiterin Annette Breuer. Die Schulrandbetreuung wurde aber sehr schnell von den Schulen selbst übernommen, so dass man sich am Timmermannsweg wieder auf die Kernkompetenzen konzentrieren konnte.

Noch heute findet die Betreuung in zwei Gruppen statt, nur das Angebot ist breiter geworden. Inklusive Betreuung und sechs U3-Plätze stellen erhöhte Anforderungen an die Erzieherinnen, was zur Folge hat, dass die Anzahl der Kinder auf 40 gesunken ist. Die waren an diesem sonnigen Tag fast ausnahmslos in ihren Kindergarten gekommen, um sich an den zahlreichen Attraktionen wie das Dosenwerfen oder dem heißen Draht zu vergnügen. Die Eltern durften sich in der Zwischenzeit die Räumlichkeiten ansehen, bei der Tombola ihr Glück versuchen oder schätzen, wie viele Erbsen sich wohl in der kunstvoll geschwungenen Vase befinden. Der kleine Obolus, der dafür zu entrichten war, fließt in einen guten Zweck. "Wir möchten unseren Außenbereich gerne neu gestalten, der entsprechende Plan einer Landschaftsarchitektin liegt bereits vor", erzählt Annette Breuer. Der regt mit seinem im Wechselspiel aus Licht und Schatten konzipierten Entspannungsbereich, großer Hängematte und im Boden integriertem Trampolin schon heute die Fantasie an. Zum Konzept zählen auch ein großer Erdhügel, ein Kletterturm aus Baumstämmen sowie eine Sträucherlandschaft mit natürlichen "Höhlen" für die Kinder. Aber nicht nur für die soll der "Kinder-Garten" künftig geöffnet sein. "Unser Ziel ist es, das Außengelände der ganzen Gemeinde zur Verfügung zu stellen. Denkbar wäre zum Beispiel, dass die Pfadfinder diesen Platz für ein Picknick nutzen", so die Leiterin.

Für ihren Traumgarten legten sich auch die Kinder ins Zeug. Sie haben herrlich bunte Blumenbilder gemalt, die an Eltern und Großeltern verkauft werden sollen. Bunt ging es auch am Schminktisch von Inge von Schyndel zu. Während die Mädchen gerne aussehen möchten wie Disneys Eiskönigin Elsa, bevorzugten die männlichen Kindergartenbesucher eher die auffälligeren Motive. "Tiger oder Spiderman, Hauptsache es sieht gefährlich aus", so Inge von Schyndel. Die Erzieherin war als einzige im Team schon 1976 am Timmermannsweg tätig. "Die Kinder sind früher respektvoller miteinander umgegangen als heute. Außerdem sind Büroarbeiten wie das Verfassen von Bildungsdokumentationen hinzugekommen", beschreibt sie die Entwicklung. Für die musikalische Unterhaltung bei Kaffee, Kuchen oder Grillwurst sorgte der Musikverein Vynen.

Quelle: RP
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