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Sonsbeck
Klar doch - morgens schreibt man klein

Sonsbeck: Klar doch - morgens schreibt man klein
In der Schreibwerkstatt ging's locker zu: Christiane Grütters (hinten) und Anna Lamers (gebeugt) freuten sich über hochmotivierte Schüler. Maja, Tim, Justin, Robin, Tim, Paul, Paul, Medea, Paula (v. links) waren mit Spaß dabei. FOTO: Privat
Sonsbeck. Neun Kinder haben sich in der Sonsbecker Schreibwerkstatt mit Freude fit gemacht in Rechtschreibung. Von Rita Hansen

Ferien, das bedeutet für die meisten Schüler ausschlafen, faulenzen und garantiert keinen Gedanken an die Schule verschwenden. Neun Jungen und Mädchen dagegen haben sich in dieser Woche vormittags in der Sonsbecker Grundschule getroffen, um sich mit der deutschen Rechtschreibung auseinanderzusetzen.

Auch wenn nicht jeder von ihnen aus eigenem Antrieb den Weg in die "Schreibwerkstatt" gefunden und wie Paula die tägliche Doppelstunde als "Spaß" bezeichnet hat, so haben sie hier "auf gar keinen Fall "schlechte Laune ", wie Tim grinsend beteuert. Die Motivation ist groß zu lernen, richtig schreiben zu können. Dahinter steckt auch der Wunsch gute Noten zu bekommen, später einen interessanten Beruf zu finden und vor allen Dingen das Bedürfnis, dass andere lesen können, was man geschrieben hat.

Viele Eltern hätten ihr berichtet, dass ihre Kinder ihrer Meinung nach "schlecht schreiben" würden, erzählt Christiane Grütters. Die Pädagogin hat daher die "Ferien-Schreibwerkstatt" ins Leben gerufen, um die Rechtschreibung aufzufrischen und zu vertiefen. Mit den angehenden Fünftklässlern geht sie ganz locker die Rechtschreibregeln durch, erläutert Hintergründe und erklärt die lateinischen Bezeichnungen. Adverbien, Konjugationen, die Fälle oder die Arbeit mit dem Wörterbuch, das alles steht in dieser einen Woche auf dem Programm.

Unterstützt wird die Sonsbeckerin von Anna Lamers (16) aus Xanten. Die angehende Zehntklässlerin verschafft sich so einen Einblick in den Beruf der Grundschullehrerin, da Ferienpraktika an Schulen schwierig zu bekommen sind.

"Ich esse morgens immer eine Currywurst. Wie schreibe ich denn da "morgens"?", fragt Christiane Grütters in die Runde. Nach kurzem Zögern antwortet Paul: "Klein!" "Klar, das ist doch ein Adverb", ergänzt Tim, der sich an die gestrige Lektion erinnert. "Mensch, da hast du toll aufgepasst. Klasse, dass du das behalten hast." Das Lob der Lehrerin geht runter wie Sahneeis.

Gemeinsam erarbeitet die Gruppe die Regeln der Groß- und Kleinschreibung. Höflichkeitsanreden kommen dabei ebenso vor wie die "Nominalisierung von Verben und Adjektiven". Paula und Maja übernehmen die Aufgabe, Stichworte an die Tafel zu schreiben, die alle in ihre Projektmappen übertragen. Bei Einzelübungen schauen Christiane Grütters und Anna Lamers den Kindern über die Schulter und unterstützen durch gezielte Nachfragen oder geben Korrekturen. Nach 90 Minuten ist die Lektion gelernt - und es geht zurück in den Ferienmodus. Bis zum Schlusstag. Da gings' um den "Diphtong" (Doppellaut) "ie" und das "Dehnungs-h".

Quelle: RP
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