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Xanten
Klever Bank-Vorstände stellen die Planungen vor

Xanten. Die Planung für eine Kooperation zwischen der Volksbank Kleverland und der Volksbank Rhein-Lippe in Wesel steht. Es soll ein Kooperationsausschuss gebildet werden, dem Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates der beiden Institute angehören. Ziel der Kooperation soll eine Fusion sein, die im Dezember 2016 über die Bühne gegangen sein soll. Das bestätigten auf der Bilanzpressekonferenz der Volksbank Kleverland Aufsichtsratsvorsitzender Hans Geurts und Vorstandsvorsitzender Frank Ruffing. Sie hatten auch beide auf der Vertreterversammlung die Genossen der Bank informiert. Von Matthias Grass

"Wir müssen nicht fusionieren - das ist eine strategische Entscheidung mit Blick in die Zukunft", sagte Ruffing. Geurts fügte an, dass es für Banken mit einem Bilanzvolumen unter eine Milliarde Euro langfristig immer schwerer werde, sich zu behaupten. "Größere Institute können größere Geschäfte abwickeln", sagte Ruffing. Hauptsächlich gehe es aber mit Blick auf Basel III und Basel IV um das Eigenkapital der Bank. Basel III und IV sind Vorschriften, die EU-weit den Instituten gemacht werden, weil die Bankenkrise eine zu dünne Kapitaldecke der Banken offenbart hatte. Zusätzlich treffe die Banken eine Bürokratie-Flut. "Wir müssen jeden Kredit ab 25 000 Euro an die Europäische Zentralbank melden", führte der Vorstandsvorsitzende als Beispiel an. Ein großes Haus könne sich für die EU-Bürokratie Spezialisten leisten, die sich nur darum kümmern. Welche Synergieeffekte erzielt werden können und wie die Banken im Vergleich aufgestellt sind, werde derzeit verbandsintern und durch einen "unbefangenen Dritten" (so Ruffing-Stellvertreter Peter-Severin Seidel) analysiert. Diese Prüfung müsse man abwarten, dann gehe man in intensivere Gespräche. "Ob es zu einer Fusion kommt, können wir jetzt noch nicht abschließend sagen. Aber es wäre verantwortungslos, angesichts der Basel-Vorschriften diesen Schritt nicht zu machen", sagte Ruffing. Jetzt werde vieles parallel passieren, man müsse besagte Gutachten abwarten. Dann gehe es in Verhandlungen. Damit man in Ruhe eine für alle verträgliche Lösung finden könne, habe man im Ausschuss den Zeitrahmen bis Ende 2016 festgelegt. Falls es vorher klappe, gut, wenn nicht, auch gut, sagt Geurts. Wenn es zu einer Fusion komme, werde es eine Zentrale in Kleve oder Wesel geben, sagte Geurts sibyllinisch. Auch das hänge von vielen Faktoren ab, führte der Altbürgermeister aus. Der Neubau der Bank in Kleve im Herzen der Kreisstadt werde in jedem Fall genutzt: "Dort werden 100 Volksbank-Mitarbeiter täglich arbeiten - egal, wie die Fusion ausgeht", konstatierte Geurts.

Quelle: RP
 
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