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Xanten
Krähenplage: Stadt schaltet Kreis ein

Xanten. Bürgermeister Thomas Görtz hofft auf ähnliche Lösung wie beim Pilotprojekt in Büderich. BBX sieht Zusammenhang mit Baumfällungen in den Wallanlagen. Von Dirk Möwius und Heidrun Jasper

Wie wird man die lästigen und lauten Saatkrähen los? "Es ist nicht einfach", sagt Bürgermeister Thomas Görtz, der sich des Themas angenommen hat. Für die Vögel gebe es höchsten Artenschutz. Aber auch er sieht, dass Xanten nun ein massives Problem hat. Bei einem Ortstermin mit dem Kreis, der auch für den Naturschutz zuständig ist, soll nach Lösungen gesucht werden. Der Fall Büderich lasse sich nicht einfach kopieren. "Es handelt sich um ein wissenschaftlich begleitetes Pilotprojekt, das auch noch nicht angeschlossen ist", so Xantens Verwaltungschef. Er hoffe trotzdem, einen ähnlichen Weg gehen zu können - auch wenn das Geld kosten wird.

Damit handelt er im Sinne der Bürger-Basis-Xanten (BBX), die in Sachen Krähenplage in der Innenstadt, aber auch in den Ortschaften, "einen dringenden Handlungsbedarf" der Stadt sieht: "Da die Krähen bis Juli unter Schutz stehen, ist genügend Zeit, um erprobte und artgerechte Maßnahmen und Aktionen vorzubereiten", so Matthias Voll und Werner Paessens. Die BBX hat nach dem Artikel in der Rheinischen Post vom 16. März in einem Antrag an Bürgermeister Thomas Görtz auf die zunehmende Ansiedlung der Krähen hingewiesen, die eine massive Verschmutzung und Lärmbelästigung verursacht. "Dieser Zustand ist nicht mehr tragbar", so Voll und Paessens, die auch das Fällen der Bäume in den Wallanlagen für diese "schlimme Situation" verantwortlich machen.

Durch die Verschmutzung seien auch gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung nicht auszuschließen. "Was gedenkt die Stadtverwaltung zu unternehmen, um dieses Problem zu bewältigen?", fragen Voll und Paessens und beantragen, dass die Verwaltung "artenschutzgerechte Maßnahmen oder Aktionen" einleitet, die dem Rat zur Entscheidung vorgelegt werden. Mit der Unteren Landschaftsbehörde soll parallel "eine finanzielle Bezuschussung" beantragt werden. Im Haushalt 2017 solle ein Posten "Entfernung der Krähen im Innenstadtbereich und in den Ortschaften" geschaffen werden.

In Xanten sind die Saatkrähen in der Blutbuche an der Klever Straße und auf der anderen Seite in den Wallanlagen zu finden.

Quelle: RP
 
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