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Vom Anlagemarkt
Kreditwachstum lässt nach

Xanten. Die europäischen Börsen verzeichneten in der vergangenen Woche deutliche Kursverluste. Hauptbelastungsfaktor war neben dem schwachen US-Dollar der Automobilsektor. Laut einem Magazinbericht soll sich die deutsche Autoindustrie seit den Neunziger Jahren in geheimen Arbeitskreisen über die Technik, Kosten, Zulieferer und sogar über die Abgasreinigung der Dieselfahrzeuge abgesprochen haben. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnte dieses für die Autoindustrie sehr teuer werden, ganz zu schweigen vom drohenden Imageschaden.

Endscheidend wird sein, wie die EU die Dauer und die Schwere der möglichen Kartellabsprachen beurteilt. Allerdings dürften die wahrscheinlichen Strafen für die Branche verkraftbar sein und deren Aktien nur temporär belasten. Beim Blick auf die makroökonomischen Daten erscheint die Entwicklung in Europa und Asien sehr stabil. In den USA hingegen gibt es einige Faktoren, die vorsichtiger stimmen. Seit einigen Monaten lässt in den USA das Kreditwachstum deutlich nach.

In einigen Segmenten steigen die Kreditausfallraten. Der Citibank Surprice Index, welcher positive und negative Überraschungen bei den makroökonomischen Daten misst, sank ebenfalls in den letzten Monaten deutlich. Dessen ungeachtet ist der S&P 500 weiterhin angestiegen. Im Ergebnis dürfte die angelaufene Berichtssaison die Aktienmärkte kurzfristig stützen. Trotzdem sollten Trader Kursgewinne durch "Trailing Stop Limite" (= "Stop Loss Limite", die im festgelegten Abstand ansteigenden Aktienkursen folgen) absichern.

Denn sollte der historisch hoch bewertete US-Aktienmarkt deutlich korrigieren, waren in der Vergangenheit regelmäßig auch die anderen westlichen Börsen von Kursschwankungen betroffen.

Quelle: RP
 
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