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Xanten
Krematorium: FBI und SPD wollen mehr Infos vor Entscheidung

Xanten. Nach langer und intensiver Diskussion bleibt die CDU-Fraktion beim Freitag von Pankraz Gasseling angekündigten Nein für das Krematorium. Der Fraktionsvorsitzende wird in der Sondersitzung des Hauptausschusses morgen vorschlagen, den Verkauf des Grundstücks nicht durchzuführen. Zugleich betont er, dass die Sitzung nicht auf Antrag der CDU erfolgt, sondern vom Bürgermeister angesetzt worden ist. SPD und FBI dagegen wollen die Entscheidung über den Verkauf des Grundstücks an Kremtec verschieben. "Uns fehlen einfach zu viele Informationen", sagte Olaf Finke, Fraktionsvorsitzender der SPD. Jede Seite haben ihre Argumente. Ein Krematorium sei zwar keine Firma wie jede andere, die Verwaltung betone jedoch, alles rechtlich sauber geprüft zu haben. "Nach dem jetzigen Stand würden wir einen Grundstücksverkauf nicht blockieren. Das Beste aber wäre, wir hätten mehr Bedenkzeit." Die FBI wird eine städtische Bürgerinformation und -versammlung beantragen. Erst danach soll über den Grundstücksverkauf entschieden werden. "Ohne Sachdiskussion keine abschließende Entscheidung. Viele Fragen sind noch nicht geklärt", moniert Fraktionsvorsitzender Peter Hilbig "Unter dieser Prämisse lässt sich die FBI nicht vor den Karren spannen." Hilbig will nicht ausschließen, dass Bürgermeister Görtz anfangs bewusst nur spärlich über den Krematoriumsbau informiert habe. "Die Brisanz des Themas war ihm bekannt, das geht eindeutig aus den Unterlagen hervor." Der FBI-Politiker wirft Görtz vor, "mit der gewählten Verfahrensweise der Stadt Xanten Schaden zugefügt zu haben". Von Dirk Möwius und Peter Kummer

Dietmar Leyendecker (CDU) wehrt sich gegen die Aussage von Thomas Görtz, er wäre über die Planung konkret informiert worden: "Ich war nicht mehr informiert als alle Ratsmitglieder auch. Ich wurde von der Bauvoranfrage im Frühjahr informiert. In einer Fraktionsvorstandssitzung wurde mir seitens des Bürgermeisters auf meine Nachfrage zu der Anfrage geantwortet, dass er davon nichts mehr gehört habe. Dies hieß für mich, dass sich das Vorhaben erledigt hat. Die nächste Information erfolgte durch die Anlieger aus dem Gewerbegebiet. Da mein Wahlbezirk nicht das Gewerbegebiet umfasst, wäre ich auch der komplett falsche Stadtverordnete gewesen. Warum der Bürgermeister gerade meine Person hier hinstellt, entzieht sich meiner Vorstellung."

Quelle: RP
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