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Sonsbeck
Kühler Start in den Sonsbecker Frühling

Sonsbeck: Kühler Start in den Sonsbecker Frühling
Clown Pepe brachte mit seinem fahrenden Bett sogar den Osterhasen durch den Ort. Vorher hilft ein Herr beim Starten des Motors. FOTO: Fischer, Armin (arfi)
Sonsbeck. Die Werbegemeinschaft lockte an ihrem ersten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr mit zahlreichen Attraktionen. Von Erwin Kohl

Alles war hergerichtet für den "Sonsbecker Frühling", dem ersten verkaufsoffenen Sonntag der Werbegemeinschaft. Nur einer fehlte: der Frühling. Bei schattigen sechs Grad hielt sich der Besucherandrang gestern bis zum frühen Nachmittag in Grenzen. Dabei hatten sich die Geschäftsleute an Hoch- und Wallstraße so einiges ausgedacht. Zum Beispiel das "Rabattwürfeln", bei dem die Preise mit ein wenig Glück deutlich purzeln konnten. "Der Kunde knobelt mit drei Würfeln. Die Zahlen werden addiert und das Ergebnis entspricht dem Rabatt beim Einkauf", erklärt Christel Gembries von "Pumuckel". Mit Aktionen wie dieser geht es der Werbegemeinschaft in erster Linie darum, über die Ortsgrenzen hinweg Interesse zu wecken. "Wir möchten mit dem Sonsbecker Frühling und anderen verkaufsoffenen Sonntagen vor allem auswärtige Kunden ansprechen, deshalb bemühen wir uns um attraktive Stände", sagt Manfred Gembries, Vorsitzender der Werbegemeinschaft.

Dazu zählt auch ein Markt mit frischen Erzeugnissen aus der Region. Am Blumenstand der Firma Ruiters bekommen die Kunden einen ersten Vorgeschmack darauf, was ihnen im Frühling blüht. "Primeln und Duftnelken sind heute der Renner", sagt Silvia Koenen und nippt zwischendurch am Glühwein. Gegenüber duftet es am Stand der Gaststätte "Zur Linde" nach herzhaften Bratwürsten. Der Clou: Wer drei Einsen würfelt, erhält seine Wurst umsonst. Dem Umsatz hat das bislang aber nicht geschadet. "Es hat noch niemand geschafft", lacht Mike Karthäuser am Grill. Plötzlich drehen sich die Leute um und lachen, denn Clown Pepe dreht mit seinem rasenden Knatterbett wilde Pirouetten. Gina und Sabine winken ihnen zu, Pepe hatte sie zu "einer Weltreise durch Sonsbeck" eingeladen.

Zuvor gab es Süßes aus Pepes Schokokuss-Wurfmachine. Süßes boten auch die Frauen der Lepra-Aktion an: Eine Schlemmertüte mit einem Glas Marmelade und einer Flasche Eierlikör für fünf Euro, alles selbst gemacht. "Bei uns will niemand würfeln, die Leute wissen, dass die Einnahmen für einen guten Zweck sind", sagt Christel Thiel. Ähnlich dachten die Kunden der Initiative Integratives Leben, die in über 120 Kisten informatives Lesefutter anboten. "Der Erlös geht in Freizeitprogramme und Spiele für Kinder", erläutert Fabienne Teichner. Die passende Kleidung für den Nachwuchs, günstig aus zweiter Hand, durften sich Mütter und Väter nebenan in der "Häschengrube" von Insa Odenthal aussuchen.

Für sie ist der verkaufsoffene Sonntag ein Glücksfall mit Nachhaltigkeit. "Ich spüre das immer in den Wochen darauf am starken Zulauf", erklärt die Geschäftsfrau. Wenn sich die Sonne schon hinter einem dichten Grauschleier versteckt, kann man wenigstens so tun als ob. Das dachte sich zumindest Lea Niederheide und legte sich entspannt auf eine Bank im Sonnenstudio "Blue Sun". Einen informativen Mehrwert versprach ein Besuch im Haushaltswarengeschäft Orgassa. Dort stand Margret Seib an einem Bügelbrett und bügelte Hemden. "Bei dieser Neuheit hebt ein Ventilator im Brett das Hemd sanft an, dadurch entstehen keine Falten mehr", erklärte sie dem staunenden Publikum.

Quelle: RP
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