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Xanten
Kunstmarkt im Xantener Rathaus

Xanten: Kunstmarkt im Xantener Rathaus
Rob ter Voert aus den Niederlanden hatte - auch wegen der Wetterbedingungen - eine lange Anreise. Aber mit einem Gläschen Rotwein ging es dann aber im Rathaus sofort frisch ans Werk. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Im Ratssaal wurden am Wochenende die Arbeiten von über 20 Kunstschaffenden bewundert und verkauft. Auch die zwölfte Auflage dieser vorweihnachtlichen Veranstaltung lockte wieder jede Menge Gäste an. Von Sabine Hannemann

Das Rathaus haben sich am zweiten Adventswochenende die Kunstschaffenden aus der Region als Ausstellungsort gesichert. Dort, wo sonst die Politiker tagen, entwickelte sich der Weihnachtkunstmarkt zu einem interessanten Treffpunkt, in dem dem Publikum die variantenreichen handgefertigten Kunstarbeiten präsentiert wurden. Die Formate reichten von Malerei, über Fotografie und Papierarbeiten, bis hin zu Schmuck oder Stoffkunst wie die von Ludgera Fährmann-Koch. Wieder mit von der Partie - diesmal allerdings draußen im recht zugigen Rathausdurchgang - war die neue Kenia-Gruppe des Stiftsgymnasiums mit Waffeln, Kaffee und den begehrten Macadamia-Nüssen. Die Nüsse waren auch diesmal wieder der Renner, wie Nicolas Trint (15) berichtete. Gemeinsam erwirtschaftet die Schülergruppe das Geld für den geplanten Kenia-Aufenthalt im nächsten Jahr.

Eingestimmt wurden die Besucher bereits im Flur vor dem Ratshaussaal. Dort hatte Heidi Perc wieder mit ihren bunten Tieren, die sie auf Leinwand, Aktendeckel oder Kartons bannt, ihr Quartier aufgeschlagen. Sie und Hanne Kanthak organisieren diesen Weihnachtskunstmarkt, der Jahr für Jahr ein Publikumsmagnet ist - und das immerhin schon zum zwölften Mal. "Wir legen Wert auf einen bunten Mix, der zusammen passt", sagt Heidi Perc. Wichtig seien Abwechslung, Vielfalt und Individualität. Im Lauf der Zeit hat sich ein treuer Besucherstamm entwickelt, der auch von Schnee und Schneeregen nicht abhalten lässt und regelmäßig sich von den aktuellen Trends überraschen lässt. Wie beispielsweise von der Strickkunst von Stephanie Ziegler, die ihre handgearbeiteten Tücher präsentierte. Strukturmuster, federleichte Garne und sanfte Farben sind angesagt. "Ich erlebe bei den Gesprächen mit den Besuchern, dass das Kunsthandwerk eine neue Wertschätzung erlebt", so Stephanie Ziegler. Erstmals dabei war Anette Stahlhofen aus Köln, die mit ihren kunstvoll gearbeiteten Taschen aus eigener Manufaktur anreiste.

Ebenfalls erstmals unter den Ausstellern war Ralph Toschka aus Geldern, der malt und Kunst aus Treibholz macht. Ähnlich fasziniert von dem Material Treibholz sind Ralf und Jonas Bleckman mit ihren Bildern und Fotografien. Sabine Artmann präsentierte ihre Gebrauchskeramik, die mit den Leinenarbeiten und Floristik von Marlies Thissen harmonierten.

Gäste brachten Zeit mit, um beispielsweise im Antiquariat von Hanne Kanthak nach Schätzen zu suchen. Sie bot überwiegend Kunst und Literatur wie auch Bücher zum und über den Niederrhein an - in einem Rahmen, der viel Raum ließ für entspannte Gespräche.

Quelle: RP
 
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