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Xanten
Lärm an Flüchtlingsunterkunft nicht vermeidbar

Xanten. Beschwerden von Anwohnern der Johannes-Janssen-Straße im Ausschuss. Görtz: keine besonderen Auffälligkeiten. Von Peter Kummer

Die Anwohner der Flüchtlingsunterkunft an der Johannes-Janssen-Straße, dem früheren Förderzentrum, müssen damit leben, dass es dort manchmal etwas lauter zugeht. Auch bei größter Anstrengung werde sich künftig ruhestörender Lärm nicht gänzlich verhindern lassen, informiert die Stadtverwaltung die Lokalpolitiker. Ein Anwohner hatte sich im Ausschuss für Bürgerbeteiligung darüber beklagt, dass die Bewohner insbesondere während der Abendstunden auf den Fluren schreien, laut telefonieren und sich in einer "nicht akzeptablen Lautstärke bis in die frühen Morgenstunden" unterhalten würden.

Seit Dezember hatten sich Anwohner immer wieder bei der Stadt beschwert. Sie beklagten, die Nachtruhe werde nicht eingehalten, in den einzelnen Zimmern werde entgegen der Hausordnung gekocht und Mobiliar aus der Unterkunft auf den früheren Schulhof getragen. Es werde zu laut telefoniert, Notausgänge als Ein- und Ausgang würden genutzt und Rauchmeldern ertönten.

Die Unterbringung von Flüchtlingen solle zu keinem Unfrieden in der Nachbarschaft führen, betonte die Verwaltung. Aber das sei angesichts des Zustroms von Asylsuchenden 2015, die binnen kürzester Zeit unterzubringen waren, nicht immer zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten zu schaffen.

Seit Dezember ist zwischen 21 und 6 Uhr ein Sicherheitsdienst mit zwei Personen in der Unterkunft vertreten. Zu seinen Aufgaben gehört neben dem Schutz des Gebäudes die Einhaltung der Hausordnung inklusive der Einhaltung der Nachtruhe. "Nach Einschätzung der Verwaltung übernimmt der Sicherheitsdienst diese Aufgaben verlässlich und verantwortungsvoll", heißt es in der Stellungnahme an die Ausschussmitglieder.

Zugleich räumt die Stadt jedoch ein, dass die Durchsetzung der Hausordnung zu Spannungen und Beschwerden führen kann. Zum Freizeitverhalten einiger Asylbewerber gehöre es, "auch in den Nachtstunden aktiv zu sein. Hierzu gehört leider auch teilweise das laute Telefonieren auf den Fluren oder auf dem Hof."

Die Flüchtlingsunterkunft sei nicht besonders auffällig, betonte Bürgermeister Thomas Görtz im Ausschuss. "Wir haben viele Maßnahmen in die Wege geleitet."

Vertreter der Caritas als Leitung der Einrichtung, des Sicherheitsdienstes und des Xantener Sozialamtes stimmen sich regelmäßig ab, um die Situation weiter zu verbessern.

Aber man könne Beeinträchtigungen, die von einer solchen Unterkunft ausgingen, nie völlig ausschließen, bat der Bürgermeister um Verständnis.

Quelle: RP
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