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Sonsbeck
Landfrauen radeln für die Krebshilfe

Sonsbeck: Landfrauen radeln für die Krebshilfe
Bei "Big Challenge" fahren die Landfrauen aus Labbeck Fahrrad, um Spenden für die Krebsforschung zu sammeln. V. l.: Iris Feldhaus-Becker, Ingrid Frost, Maria Quinders und Hannelore Nobis. FOTO: Olaf ostermann
Sonsbeck. Der in Kevelaer ansässige Verein "Big Challenge Deutschland" sammelt Spenden für den Kampf gegen Krebs. Von Josef Pogorzalek

Gutes tun und dabei auch noch Spaß haben: Das passt ins Profil der Labbecker Landfrauen. Kein Wunder also, dass sie bei Big Challenge ("Große Herausforderung") mitmachen, dem Sporttag am 21. Juni, mit dem der Kampf gegen Krebs unterstützt wird. Radfahrer oder Läufer machen sich bei Big Challenge unter dem Motto "Aufgeben kommt nicht in Frage" auf den Weg. Ziel ist es, möglichst viele Sponsorengelder und Spenden zu sammeln, die der Deutschen Krebshilfe zugute kommen. Auf dem Rad mit dabei sind die Labbecker Landfrauen Hannelore Nobis, Iris Feldhans-Becker, Maria Quinders und Ingrid Frost.

"Wir haben die Voraussetzungen fast schon erfüllt", freut sich Hannelore Nobis, stellvertretende Vorsitzende der Landfrauen. Wie alle Teilnehmer hat sich das Labbecker Quartett verpflichtet, schon vor dem Start mindestens 500 Euro Sponsorengelder zu sammeln. Dass dies aller Wahrscheinlichkeit klappen wird, liege auch an der großartigen Unterstützung des Vorstands. Die Landfrauen-Vorsitzende Beate Cleven habe zum Beispiel bei den Futtermittel-Lieferanten für ihre Putenzucht mit Erfolg für Big Challenge geworben.

Neben dem allgemeinen Ansporn, eine wichtige Sache zu unterstützen, gibt es auch persönliche Motive, bei Big Challenge mitzumachen. Hannelore Nobis hat ihre Mutte und zwei gute Freunde durch Krebs verloren. "Und vor drei Wochen meinen Schwager. Da war ich schon für Big Challenge angemeldet; ich wusste gar nicht, dass er so krank war." Veranstaltet wird der Sporttag gegen Krebs vom Big Challenge Deutschland e.V., einem von Landwirten gegründeten Verein mit Sitz in Kevelaer. Die Idee zu dem karitativen Sportevent stammt ursprünglich aber von dem krebskranken Niederländer Herman Houweling, der Big Challenge erstmals 2009 in Alpe d'Huez in Frankreich organisierte. Houweling starb 2010, doch seine Idee lebt weiter: Im Jahr 2013 sammelten fast 8000 Teilnehmer aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland insgesamt über 29 Millionen Euro Spendengelder ein, die in den niederländischen Königin-Wilhelmina-Fonds flossen und für die Krebsforschung, psychologische Begleitung oder Reha-Programme verwendet werden.

Der Big Challenge e.V. Kevelaer will nun die Niederrheiner für den Sporttag begeistern. Die Strecke am 21. Juni verläuft von Winnekendonk über Sonsbeck, Labbeck, Xanten, Birten und wieder zurück nach Winnekendonk. Sie ist 43,2 Kilometer lang, wobei rund 250 Höhenmeter zurückgelegt werden. Jeder Teilnehmer fährt über den Tag verteilt so viele Runden, wie er möchte, maximal jedoch sieben - also 309 Kilometer. Die ersten Sportler starten um fünf Uhr morgens, die letzten sollten gegen 20 Uhr wieder in Winnekendonk eintreffen. Auf dem dortigen Sportplatz wird es Essen und Getränke, Livemusik, eine Kinderbelustigung, eine Versteigerung, Marktstände, aber auch einem Platz zum Gedenken an Verstorbene und Informationen über die Arbeit der Deutschen Krebshilfe geben.

Das Landfrauen-Quartett aus Labbeck will die Strecke zweimal zurücklegen, also insgesamt 86,4 Kilometer radeln. "Das reicht wohl für uns, es geht ja ziemlich bergauf und bergab", sagt Hannelore Nobis. Und während sie, Iris Feldhans-Becker, Maria Quinders und Ingrid Frost in die Pedale treten, werden andere Landfrauen am Rande der Strecke aktiv sein: Am Dorfplatz bauen sie einen Verpflegungsstand mit Getränken, Obst, Brötchen und anderen Kalorienlieferanten auf. Die Lebensmittel könnten über den Big Challenge e.V. abgerechnet werden, sagt Hannelore Nobis. "Aber wahrscheinlich werden wir sie spenden." Auf dass möglichst viel Geld für die Krebshilfe zusammenkommt.

Quelle: RP
 
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