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Zum Sonntag
Langsamer, bitte!

Xanten. Zur Ruhe kommen, das gilt nicht nur aber ganz besonders auch in der Ferien- und Urlaubszeit.

Wenn man in ein Land fährt und mit einer nicht ganz so vertrauten Fremdsprache konfrontiert wird, kennt man es: Um einander zu verstehen und verständlich zu machen, werden alle Möglichkeiten aufgeboten, nicht nur mit Händen und Füßen, sondern auch mit den Bestandteilen verschiedener Sprachen, notfalls noch mit Englisch und Französisch. So wird es in den bevorstehenden Sommerferien millionenfach den Reisenden in fremden Länder ergehen.

Ein Satz, der dann ganz häufig gesprochen wird, heißt: "Langsamer, bitte!"

Langsamer - das könnte doch überhaupt eine Überschrift über unser Leben sein. Vieles gelingt viel besser in Ruhe als in Hetze. Wenn auch der Verzicht auf Unruhe oft unmöglich erscheinen mag, der Mensch kann ohne Ruhe seine Gesundheit nicht retten.

Langsamer - das ist keine Aufforderung zur Faulheit, sondern zu einer ausgewogenen Bewegung.

Langsamer, bitte! - wer würde dieser Bitte nicht gerne entsprechen wollen in Arbeit und Beruf, in Familie und Freizeit, wo wir oft ganz Anderes erleben: die Hetze und die Schnelligkeit des Alltags.

Langsamer, bitte! Nicht nur in der Ferien- und Urlaubszeit.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Wochenende, an dem sie etwas von der wohltuenden Langsamkeit entdecken können.

AUTOR DIETMAR HESHE IST LEITENDER PFARRER DER KATHOLISCHEN PFARRGEMEINDE ST. ULRICH IN ALPEN.

Quelle: RP
 
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