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Sonsbeck
Lesenacht mit Gespenst und Geister-Chips

Sonsbeck. Ulrike Paeßens hatte die Veranstaltung initiiert. Bodo Spinnraths las Kindern Geschichten vor. Von Rita Hansen

"Wo ist der Gespenst?" Der Name des Spiels ließ die Kinder aufhorchen. "Der Gespenst? Heißt das nicht das Gespenst?" Schmunzelnd beobachteten die Betreuer der "1. Hamber Lesenacht" die Diskussion. Bei dem Spiel hieß es tatsächlich "der Gespenst", das gefunden und errungen werden musste.

Der Lese-Themenabend für Jungen und Mädchen zwischen sieben und zehn Jahren im Hubertushaus drehte sich vom Buch über die Snacks bis zum Bewegungsspiel rund um die weißen Spukfiguren. Die Preußler-Geschichte "Das kleine Gespenst" kannten fast alle 13 Kinder, wie Vorleser Bodo Spinnraths schnell herausfand.

Mit verschiedenen Requisiten bezog er seine Zuhörer, die es sich im Saal auf Matten und Decken bequem gemacht hatten, in die Geschichte mit ein. Da wurde mit Schlüsselbunden gerasselt, passend zum Text ein Kichern laut oder das Stadtbuch mit dem Ruf "Eulenburg" hochgehalten. Ansonsten war nur leises Knuspern zu hören, wenn die Geister-Chips geknabbert wurden. Konzentriert lauschten die Kinder der Geschichte, wechselten nur hin und wieder die Sitz- oder Liegeposition.

"Wir wollten mal etwas Neues ausprobieren", berichtete Büchereileiterin und Initiatorin Ulrike Paeßens. Auf diese Weise möchte sie herausfinden, was von den Lesern und Hambern an Aktivitäten angenommen wird.

Die Gespensternacht kam schon mal gut an. Anna und Lena, beide acht Jahre alt, waren sich einig: "Das sollte man noch einmal machen." Auch Henning, der mit einem "geht es jetzt endlich weiter?" aus der Gespensterbastelwerkstatt Bücherei zurück in den Saal stürmte, fand die Veranstaltung gut. Besonders gefiel ihm das "Der-Gespenst-Spiel", "weil man da das Gespenst suchen und dann schnell sein musste." Der Mix aus zuhören und bewegen sollte sich die Waage halten, hatten sich die Veranstalter als Ziel für diesen ersten Leseabend zu Beginn der Herbstferien gesetzt.

Bereits bei der Wahl des Buches hatte es sich Ulrike Paeßens nicht leicht gemacht. Spannend sollte es sein, aber nicht zu gruselig. Lustig, ohne dass die Spannung dabei auf der Strecke bleibt. Schließlich entschied sie sich für den Klassiker von Ottfried Preußler.

Eine gute Wahl, wie sich zeigte. Denn auch wenn fast alle Besucher der Lesenacht die Geschichte schon mal als Hörbuch gehört oder vorgelesen bekommen hatten, stürmten sie doch nach der Gespenster-Bastel-Pause wieder in den Raum: "Können wir jetzt weiterlesen?" Während sich im Saal das kleine Gespenst noch vom Taggespenst zurückverwandeln musste, standen vor der Tür bereits die Eltern, um ihre kleinen Nachgespenster abzuholen.

Quelle: RP
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