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Xanten
Licht-aus-Aktion ohne Beachtung

Xanten. Xanten beteiligte sich Samstag erstmals an der "WWF Earth Hour". Zuwenig Öffentlichkeitsarbeit. Von Erwin Kohl

Rund um den Globus gingen am vergangenen Samstag um 20.30 Uhr für eine Stunde die Lichter aus. Während der "WWF Earth Hour", mit der die Umweltorganisation auf die Gefahren des globalen Klimawandels hinweisen will, haben weltweit über 7 000 Städte ihre bekanntesten Bauwerke wie etwa das Kolosseum in Rom, die Golden Gate Bridge in San Francisco oder das Brandenburger Tor in Berlin in Dunkelheit gehüllt. Mit dabei waren auch 40 UNESCO Weltkulturerbestätten wie die Akropolis in Athen oder das Edinburgh Castle.

Erstmals hat die Stadt Xanten die Aktion genutzt, um ihr verstärktes Engagement für den Klimaschutz zu unterstreichen und ein symbolisches Zeichen zu setzen. Aus diesem Anlass gingen nicht nur am historischen Karthaus buchstäblich die Lichter aus. Bürgermeister Thomas Görtz freute sich besonders darüber, dass auch Dompropst Klaus Wittke zustimmte und die Außenbeleuchtung des Doms für eine Stunde ausschaltete. Beide hatten an die Bevölkerung appelliert, es ihnen gleichzutun: "Mit der Earth Hour kann jeder ein Zeichen setzen und so etwas zum Schutz des Planeten und Gottes Schöpfung beitragen", erklärten sie. Ein Appell, der in der Domstadt offensichtlich nicht gehört worden ist. Die Xantener Innenstadt rund um den Marktplatz verstrahlte den üblichen Lichterglanz, Menschen saßen in den Gaststätten und Restaurants wie an jedem anderen Samstagabend. Von der Klimaschutzaktion hatten die meisten nichts mitbekommen. "Ich finde es toll, dass sich die Stadt daran beteiligt, aber warum macht man nicht darauf aufmerksam", fragte sich Elke Simmes aus Kevelaer und blickte auf den von Menschen verlassenen Marktplatz. Klaus Költges, der mit Freunden aus Issum hierhergekommen war, hatte von alldem nichts mitbekommen. "Als das Licht am Dom ausging, habe ich gedacht, da sei eine Sicherung durchgebrannt."

So lobenswert die Teilnahme von Stadt und Kirchengemeinde an der "WWF Earth Hour" auch war, etwas mehr Öffentlichkeitsarbeit hätte dem Ansinnen nicht geschadet. " Diese Chance zu nutzen, sollte das Ziel im kommenden Jahr sein.

Quelle: RP
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