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Xanten
Lkw-Verbot: Stadt horcht in Goch nach

Xanten. Bis zu den Dezember-Sitzungen soll der Bericht der Verwaltung vorliegen. Von Peter Kummer

Die Suche nach einer Lösung für die vom Lkw-Verkehr geplagten Anlieger an der Post- und Viktorstraße wird um weitere Maßnahmen erweitert. Auf Antrag von Petra Strenk (CDU) wird sich die Stadtverwaltung in der Nachbarstadt Goch erkundigen, auf welcher Grundlage dort der Lastwagenverkehr aus der Innenstadt herausgehalten wird (wir berichteten).

Der Bericht soll zu den Sitzungen im Dezember vorliegen. Zudem sollen Unternehmen, die im Zuge städtischer Projekte unterwegs sind - zum Beispiel wegen der Erweiterung der Grundschule - auf die Umgehungsrouten um die Kernstadt herum hingewiesen werden. Die Stadt hat sich zwar an dem Projekt Metropole Ruhr beteiligt, in dem Navigationssysteme Wege um die Innenstadt herum angeben. Doch ein Test habe ergeben, dass ein Lkw-Routenplaner das Fahrzeug, von Birten kommend, über die Poststraße ins Gewerbegebiet leite, zeigte sich Petra Strenk nun unzufrieden mit dem Ergebnis.

Jede Straße sei anders zu bewerten, warnte hingegen Bürgermeister Thomas Görtz vor zu hohen Erwartungen beim Blick über den kommunalen Tellerrand. In Goch, ergänzte der Technische Dezernent Niklas Franke, habe man offensichtlich eine andere Gefahrenlage und Unfallschwerpunkte, die es in Xanten auf den beiden Straßen nicht gebe. Peter Hilbig (FBI) mahnte eine rasche Entscheidung an. Es gebe sehr wohl eine Gefährdung für Schüler und Bewohner des anliegenden Seniorenheims, betonte er. "Es ist doch besser, wenn man eine Gefahr schon frühzeitig erkennt, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist." Dagegen führte Görtz eine erneute Einschätzung der Polizei an. Demnach gibt es dort keine Gefahrenlage. Das sei klar festgestellt worden.

Ein Durchfahrverbot für Lastwagen - ausgenommen Anlieferverkehr für die Kernstadt - würde auch den Nibelungenexpress betreffen. Er wäre juristisch als Zugmaschine mit Anhänger zu bewerten und dürfe die Straße nicht benutzen, sagte Ordnungsamtsleiter Tobias Fuß. Gleiches gilt für Wohnmobile.

Quelle: RP
 
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