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Xanten
Lüttingens Frauen sorgen für Lachsalven

Xanten: Lüttingens Frauen sorgen für Lachsalven
Willkommen im "Hotel Mama": Mutter (Sabine Anders) zieht dem Muttersöhnchen (Martina Heveling) auch mit 58 Jahren noch die Ohren lang. Trotzdem weiß der Junge schnell: Ohne Mama geht es nicht. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Mit vielen Kostümwechseln sorgte die die Katholische Frauengemeinschaft für eine tolle Karnevalssitzung. Von Sabine Hannemann

Für gute Stimmung und jede Menge Narretei sorgte die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) in Lüttingen. Frohsinn verbreitete die Spielschar direkt zu Beginn. Als Zuckerpuppen mit "Tüllgardine vor dem Babydoll-Gesicht" verkleidet, versetzten sie nicht nur den Vorderen Orient in Erstaunen. Auch das bunt kostümierte Publikum ging bei dem handgemachten Programm gleich voll mit. Die Hagelkreuzschule verwandelte sich im Handumdrehen in einen Ort, an dem viel gelacht und geschunkelt wurde.

Seit Oktober arbeitet die Theatergruppe an ihrem Programm, wie kfd-Teamsprecherin Hiltrud Kajan verriet. Die Karnevalsnachmittage sind fester Bestandteil der Session. "Eigentlich schon immer. Also Tradition. Zu uns kommen sogar die Duisburger", lacht sie und winkt ab.

Ohne den kfd-Frauenkarneval geht es einfach nicht. Das wissen auch die Besucher vom Haus der Begegnung zu schätzen, für die das kfd-Team Lüttingen nochmals in die Bütt gegangen ist. "Wir spielen Alltagsgeschichten, so wie sie eben das Leben spielt", sagt Hiltrud Kajan.

Der Kostümfundus ist groß, die Verwandlungskünste der Theatergruppe erprobt, und ein fliegender Wechsel in die nächste Rolle stellt kein Problem dar. Da geht es beispielsweise um das Muttersöhnchen, das sich der mütterlichen Fürsorge entziehen will. Sabine Anders und Martina Heveling laufen dabei schnell zur Höchstform auf.

Das Muttersöhnchen stößt im Drang nach Unabhängigkeit schnell an seine Grenzen. "Mama, bringst du mich über die Straße?" Tusch, Applaus und Schunkelrunde, während hinter den Kulissen die nächsten Darstellerinnen, Doro Belker, Marlies Marschdorf und Elke Hußmann, in den Startlöchern stehen und die jecken Gäste an diesem Nachmittag mit nach "Nef Jork" nehmen wollen. Nach dem Bummel durch die Millionenstadt nimmt das Lüttingener Ehepaar ein Taxi zurück ins Hotel. Als der Taxifahrer erzählt, dass er aus einem Dorf bei Xanten stammt, wird schnell klar. "Die Welt ist ein Taschentuch."

Pikant geht es im nächsten Sketch zu, in dem der altgediente Ehemann (Silvia Kruse) seine recht resolute Frau (Cornelia Niewerth) beim Shoppen "begleitet". Sie parkt ihn kurzerhand im Café, wo er von einer schillernden Dame (Martina Heveling) bezirzt wird. Kosten: 250 Euro.

Wie immer teilt die Theatergruppe kräftig nach beiden Seiten aus. Männer und Frauen werden aufs Korn genommen, kriegen beide ihr Fett weg. Auch Tanzeinlagen erlebt das Publikum, beispielsweise mit Verena Kruse oder aber ganz zum Schluss, als die Rentnergang, als Tanzgarde getarnt, mit den Rollatoren wippt. Abmarsch.

Quelle: RP
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