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Xanten
Lüttinger klagen über zu laute Feste

Xanten. Der Ausschuss für Bürgerbeteiligung sprach über Kritik am Freizeitzentrum.

Die Stadt wird vom Freizeitzentrum Xanten (FZX) eine Liste aller kommenden Veranstaltungen 2016 im Lüttinger Hafen anfordern. Außerdem sollen unangekündigte Kontrollen des Ordnungsamtes prüfen, ob die spätabendlichen Lärmemissionen im Rahmen des Erlaubten bleiben. Die Ergebnisse werden den Ratsfraktionen Ende des Jahres vorgelegt. Das hat der Ausschuss für Bürgerbeteiligung auf Vorschlag von Heinz-Willi Kemkes (FBI) dem Rat empfohlen.

Immer wieder eine Schüppe drauf: Für Elisabeth Hüsken legt das FZX eine Salamitaktik an den Tag, so die Sprecherin von Lüttinger Anwohnern. "Durch die zunehmenden Veranstaltungen im Hafen und Umgebung werden wir massiv gestört. Es ist, als ob die Menschen nachts bei uns im Garten feiern. Uns stört die Masse der Veranstaltungen." Die Karnevalsfeten haben dann das Fass zum Überlaufen gebracht und zur massiven Beschwerde geführt. Das Wummern der Bässe schallte über das Wasser und sorgte bei den Anwohnern für weitere schlaflose Nächte. Elisabeth Hüskes forderte die Einhaltung von Gesetzen und von Vereinbarungen, die die Stadt mit dem FZX geschlossen habe. Ihren Worten zu Folge sei das Freizeitzentrum verpflichtet, emissionsträchtige Veranstaltungen zu unterlassen. Anfangs sei es nur eine kleine Hafenanlage gewesen, größere Veranstaltungen seien ausgeschlossen gewesen. "Dann ging man immer einen Schritt weiter. Als nächstes ist jetzt das Public Viewing dran. Wir erwarten aber, dass die Lärmschutzrichtlinien eingehalten werden und dies auch kontrolliert wird." Ihr sei klar, dass man das Rad nicht zurückdrehen könne. "Jeder feiert gerne. Aber wir haben auch das Recht, Ruhe einzufordern." Notfalls müsse man unangenehme Konsequenzen ziehen und eine Veranstaltung abbrechen.

Der Ausschuss folgte grundsätzlich den Ausführungen der Lüttingerin, die von anderen Betroffenen begleitet wurde. "Wir brauchen etwas Belegbares", sagte der Vorsitzende Peter Hilbig, der Messungen als sinnvoll bezeichnete. Der Technische Dezernent Niklas Franke sagte, dass sich der Veranstalter an die Auflagen der Baugenehmigung halten müsse. Das Ordnungsamt könne "in einem gewissen Umfang" kontrollieren. Tanko Scholten (CDU), als Wardter durch das Oktoberfest selbst leidgeplagt, schlug vor, die städtebauliche Vereinbarung zu überprüfen und das Thema in andere Ausschüsse zu verlegen. Alles habe seine Grenzen.

(pek)
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