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Xanten
Lüttinger sorgen sich um ihren Treffpunkt

Xanten. In der Dorfwerkstatt wurde intensiv über die möglichen Folgen eines Abrisses des Pfarrzentrums diskutiert. Von Peter Kummer

Wo sollen sich die Dorfbewohner treffen, sollte das Pfarrzentrum gegenüber der alten Kirche abgerissen werden? Die Mitglieder der Dorfwerkstatt meldeten jetzt frühzeitig den Wunsch nach einem großen Versammlungsraum an, auch wenn es bis zu den Abbrucharbeiten noch über ein Jahr Zeit ist.

Zwar gibt es bei Propsteigemeinde und Stadt Überlegungen, dass im neuen Kindergarten ein Raum auch von den Einwohnern genutzt werden kann. Aber er sollte nicht zu klein sein, hieß es nun von Seiten der 14 Institutionen und Vereine, die in der Dorfwerkstatt organisiert sind.

Derzeit ist die katholische Kita St. Pantaleon in einem denkmalgeschützten Gebäude untergebracht. Doch dieses ist nicht erweiterbar und entspricht auch nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Kita, insbesondere für eine U3-Betreuung. Ferner entwickeln sich die Kinderzahlen in Lüttingen und in der Beek - auch perspektivisch - positiv. Um Eltern ein umfangreicheres, modernes Betreuungsangebot bieten zu können, wird der Kindergarten in einen Neubau auf der gegenüberliegenden Seite verlagert.

Dem dortigen alten Pfarrheim droht der Abriss. In diesem Jahr wird die Christmette noch im Pfarrzentrum gefeiert. "Vor 2019 kommt kein Abriss und Neubau", erläuterte Norbert Beuckmann vom Pfarrgemeinderat in der Dorfwerkstatt. In der künftigen Kindertagesstätte sei ein Raum auch für Gemeindeaktivitäten im Gespräch.

Doch andere Vertreter befürchten, dass dieser Raum zu klein sein werde, um die gewohnten Angebote aufrechtzuerhalten. Schon jetzt gebe es keine Möglichkeit für größere Veranstaltungen, etwa zu Karneval. "Wir brauchen einen Gemeindesaal. Man sollte allen bewusst machen, dass ansonsten etwas fehlt", lautete der allgemeine Tenor in der Versammlung. Bei dem Treffen wurde auch die Möglichkeit diskutiert, ob nicht der Schützenplatz Standort für ein neues Pfarrzentrum sein könnte. Dafür wären aber sehr dicke Bretter zu bohren. Fragen zu Finanzierung und Eigentumsverhältnissen wären zunächst zu klären.

Zweites wichtiges Thema des Treffens war eine erweiterte Auskiesung zwischen Mölleweg und Lüttinger Straße. Für die aktuelle Abgrabung südlich des Plaza läuft die Genehmigung bald aus. Nun möchte sich der Betreiber in Richtung Süden vorarbeiten und auf dem jetzigen Acker an der Lüttinger Straße Kies abgraben. Ein Antrag hierfür sei gestellt, erläuterte Pankraz Gasseling, CDU-Fraktionsvorsitzender. Der Rat werde darüber im April entscheiden.

Der Mölleweg würde bei positivem Bescheid für den Unternehmer teilweise durch eine Brücke ersetzt werden; nach Ende der Arbeiten soll ein Wanderweg um das Gewässer herumführen. Eine direkte Anbindung an die Südsee ist nicht geplant. Die genaueren Planungen will die CDU am kommenden Donnerstag, 12. April, öffentlich vorstellen.

Quelle: RP
 
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