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Unsere Woche
Manchmal fehlen die Worte

Xanten. Wie tragisch: Da flüchtet ein junger Mann aus dem Irak vor Krieg und Elend nach Deutschland, verlässt die vertraute Umgebung und die Familie, und als er in Sicherheit ist und sich auf ein neues Leben mit neuen Perspektiven einstellt, ertrinkt er im Rhein. Beim Baden, vermutlich in unbeschwerten Stunden mit Freunden an einem schönen Juli-Tag. Wenn solche Ereignisse vor der eigenen Haustür passieren, fehlen einem schlichtweg die Worte. Der Tod wirkt erdrückend und überschattet für einen Moment alles andere.

Doch trotz Trauer und Mitgefühl: Das Leben geht weiter. Die kleinen Sorgen des Alltags kehren zurück und liefern Gesprächsstoff. Die Rheinberger etwa können sich leidenschaftlich über den Pflegezustand ihrer Stadt aufregen. Helma Köppen ließ in dieser Woche in einem Leserbrief Dampf ab. Der Tenor: alles dreckig, das Unkraut wuchert, viele Ecken beschmiert. Frau Köppen ist nicht die Einzige, der dieses Thema am Herzen liegt. Sie verweist darauf, dass sich in anderen Städten ein anderes Bild biete. Da ist was dran. Nehmen wir mal das südliche Stadt-Entrée von der Rheinberger Straße/altes Krankenhaus. Kein wirklich freundliches, einladendes Bild. Der Parkplatz(ehemals Püttmann) dient oftmals nur einer Mietwagen-Firma von der Orsoyer Straße, die große Hauswand am Innenwall ist seit Monaten hässlich beschmiert, und die Schützenwiese ist eine funktionale, nüchterne Schützenwiese - mehr nicht. Da lässt sich am Gesamteindruck sicher was verbessern. Aber wer weiß: Vielleicht nutzt Bürgermeister Frank Tatzel ja die Gelegenheit und spricht das Thema beim bevorstehenden Schützenfest an. Ideen sind ganz sicher genug da.

Ein angenehmes Wochenende!

UWE.PLIEN@RHEINISCHE-POST.DE

Quelle: RP
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