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Unsere Woche
Eine Frage der Kultur

Xanten. Das MAP-Festival hat Rheinberg fest im Griff. Poetry Slam und Graffiti- beziehungsweise Fotokunst im "Artlon", gestern und heute nun ein vielseitiges Musik-Programm: Das komplett ehrenamtlich arbeitende MAP-Team zeigt auch bei der 16. Ausgabe des Music-Art-Project-Festivals, wie man Rheinberg mit einem ansprechenden, jugendgerechten Mix kulturell aufwertet.

Gute Ideen, eine gute Organisation und eine positive Stimmung führen das MAP trotz mancher Widerstände zum Erfolg. Dass es neben der sehenswerten Miami-Artlon-Ausstellung an der Kaiserstege auch die komplette Live-Musik umsonst gibt, spricht für sich. Allein dafür dürften die "Zauberlehrlinge" bei ihrem Auftritt heute Abend am Pulverturm besten Gewissens den Song "Ein Hoch auf uns" anstimmen.

Wirkung gezeigt hat ein Kommentar der RP zur Artlon-Ausstellung im vergangenen Jahr. Damals hatten wir den Rheinberger Kommunalpolitikern sehr deutlich geraten, sich nicht nur über Kultur zu unterhalten, sondern auch mal hinzugehen. Denn 2014 - kein Witz - gab es noch aktive Ratsmitglieder, die fragten: "Artlon, was ist das denn?" Obwohl die inzwischen sogar international beachtete Ausstellung zu diesem Zeitpunkt schon dreimal in Rheinberg stattgefunden hatte. Bei der Artlon-Eröffnung am Donnerstag ließen sich alle fünf Bürgermeisterkandidaten sehen und lächelten im Blitzlichtgewitter der Fotografen zwischen den (übrigens sehr netten) Kunst-Exoten um die Wette. Schön, dass unsere Bewerber-Riege plötzlich Gefallen an den Wandmalereien gefunden hat. Oder sollten doch Wahlkampfinteressen im Vordergrund gestanden haben? Ein Schelm, der Böses dabei denkt...

Anfang der Woche haben wir die Rheinberger FDP für ihren Stammtisch zur Bürgermeisterwahl gelobt. Wir bleiben auch dabei: Die Veranstaltung war große Klasse. Allerdings ist uns erst am Tag danach klar geworden, warum nur zwei von fünf Kandidaten teilgenommen hatten: Die FDP hatte die Bewerber gar nicht offiziell eingeladen, sondern den Abend nur über die Presse und bei Facebook halbherzig bekannt gegeben. Mit dem Erfolg, dass sich Peter Mokros (Grüne) und Frank Tatzel (CDU) gar nicht angesprochen fühlten. Das war kein guter Stil, liebe FDP!

In diesem Sinne: ein schönes, kulturell anregendes Wochenende! UWE PLIEN

UWE.PLIEN@RHEINISCHE-POST.DE

Quelle: RP
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