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Sonsbeck
Markus Hüfing verlässt das Sonsbecker H.o.T.

Sonsbeck. Der 39-Jährige wechselt zum Caritas-Verband. Nadine Rayermann übernimmt seinen Job. Von Rita Hansen

Markus Hüfing gibt seine Stelle als Leiter des H.o.T. (Haus der offenen Tür) Ende Juli ab. Zehn Jahre lang hat der Sozialarbeiter die Einrichtung der Evangelischen Kirchengemeinde geleitet. "Es ist eine persönliche Entscheidung", erklärt Markus Hüfing den Stellenwechsel zum Caritas-Verband in Rheinberg. Der Weseler wird auch weiter mit Jugendlichen arbeiten, aber es handele sich nicht mehr um offene Jugendarbeit wie bisher. Mehr könne er noch nicht sagen.

Seit es sich rumspricht, dass Hüfing im Sommer geht, kommen immer wieder ehemalige H.o.T.-Besucher vorbei, um ihn noch mal zu besuchen und sich mit ihm auszutauschen. Der 39-Jährige nimmt diese letzten Wochen sehr bewusst wahr. "Da kommen noch Highlights, auf die ich mich freue. Wenn auch in dem Bewusstsein, dass es dieses Mal das letzte Mal sein wird", berichtet er.

Beruflich sei's gut, dass nach über zehn Jahren eine Veränderung eintrete. "Ich hatte nie vor, ein Jugendzentrum bis zur Rente zu leiten", sagt er lächelnd. Die Arbeit im Sozialbereich sei facettenreich. Da sei es richtig, nach einer solchen Zeitspanne etwas Neues zu probieren. Irgendwann ergebe sich eine solche Chance vielleicht nicht mehr.

So sehr ein Neustart ihn auch reizt, fällt es Markus Hüfing doch schwer, das H.o.T. hinter sich zu lassen. "Ich kenne einige der Jugendlichen jetzt seit zehn Jahren. Wir haben manche Geschichte miteinander erlebt. Ich habe sie ein Stück ihres Weges begleitet", sagt er, da gehe man nicht einfach so. Zumal er auch Einiges für die Jugendlichen aufgebaut und erreicht habe.

Seine Arbeit wird Nadine Rayermann fortsetzen. Die angehende Sozialpädagogin beendet gerade ihr Studium und wird die Leitung des H.o.T. erst einmal für ein Jahr übernehmen. Sie kennt den laufenden Betrieb. Schließlich absolviert sie im Rahmen ihres Studiums bereits seit anderthalb Jahren ihr Praktikum dort.

Für Markus Hüfing stehen die nächsten Wochen im Zeichen einer guten Übergabe, des Aussortierens von Dingen, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben, aber auch von Veranstaltungen wie dem Brunnenlauf oder den Kooperationsveranstaltungen mit der Haupt- sowie der Gesamtschule.

Es wird ein Abschied mit einem weinenden und einem lachenden Auge. "Wichtig ist mir vor allem, dass ich weiter Jugendarbeit mache. Zu Jugendlichen habe ich einen guten Draht. Darauf kann ich bauen."

Quelle: RP
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