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Xanten
Mehr Musik, weniger Schwarzgucker

Xanten: Mehr Musik, weniger Schwarzgucker
Einer der Höhepunkt der Sommermusik: Bob Geldof mit Band. Die Organisatoren wollen wiederkommen. Die Vorbereitungen laufen. FOTO: arfi (archiv)
Xanten. Viel Lob für das breite Spektrum der Sommermusik. Bühne soll bei Neuauflage von außen nicht mehr einsehbar sein. Von Beate Wyglenda

Sechs Tage Sommermusik liegen hinter Xanten. Das Fazit der Tourist Information Xanten (TIX) sowie der Veranstalter Günter vom Dorp (Voilà-Promotion Wegberg) und Dirk Schmidt-Enzmann (Media-Spectrum aus Willich) ist überaus positiv. Mit insgesamt rund 2000 Besuchern sei die Kapazität des Festivals zwar längst nicht erschöpft, für eine Premierenveranstaltung sei die Resonanz aber durchaus zufriedenstellend, hieß es gestern. An der Planung für die Sommermusik 2016 wird bereits gearbeitet.

Bürgermeister Thomas Görtz hatte schon im Vorfeld der Konzertveranstaltung erklärt, die Sommermusik werde fortgeführt. "Egal, wie das Wetter wird, egal, wie viele Leute kommen - wir halten an dem Konzept fest", hatte er betont. Der Erfolg der Premiere im Ostwallpark besiegelte nun tatsächlich die Fortsetzung des Festivals "Open Air mit Flair".

"Xanten hat ein deutliches Votum für die Sommermusik abgegeben", sagt Organisator und künstlerischer Leiter Günter vom Dorp. "Unternehmerisch reichen die Besucherzahlen bislang noch nicht, um die Veranstaltung langfristig fortzusetzen. Die Marke Sommermusik hat in Xanten jedoch einen sehr guten Anfang gefunden", ergänzt er.

Auch TIX-Chefin Sabine van der List bemerkt: "Es braucht eben ein, zwei Jahre, um eine Veranstaltung zu festigen. Die Qualität der Sommermusik stimmt jedenfalls. Ich bin überzeugt davon, auf Dauer eine schöne, gut besuchte Konzertreihe etablieren zu können."

Besonders erfreut sind die Veranstalter über die durchweg zustimmende Bewertung der Gäste. "Wir haben viel Dank und Lob von den Besuchern erhalten. Vor allem die Professionalität der Veranstaltung mit der imposanten Bühnenkonstruktion und Lichttechnik, den großzügigen Tribünen und dem hervorragenden Service im Gastronomiebereich wurde gewürdigt", sagt vom Dorp. Auch die Lage mit Blick auf die Stadtkulisse kam an. "Das gehört alles zum Gesamtkonzept dazu. Unser Ziel ist es, den Gästen mehr zu bieten, als nur interessante Künstler in die Stadt zu holen. Das Rahmenprogramm muss genauso stimmen", verdeutlicht der Organisator.

Nächstes Jahr solle an dieser Stelle sogar nochmals eine Schippe drauf gelegt werden. Nicht zuletzt, um die zahlreichen Zaungäste zum Eintritt zu animieren. "Die Menge der Zaungäste hat uns schon überrascht. Das ist an erster Stelle ein Kompliment, doch letztlich kann so ein Festival nur bestehen, wenn die Leute auch Karten kaufen", so vom Dorp. Allerdings, so ergänzt er, wolle man das Gelände nicht verbarrikadieren, nur um den "Schwarzhörern" entgegenzuwirken. Viel eher sollen noch mehr Anreize geschaffen werden, um die Leute ins Innere zu locken. Darüber hinaus werde die Tribüne so weit versetzt, dass der Blick auf die Bühne von außen nicht mehr so leicht fällt.

Musikalisch wolle man dagegen von dem Mix verschiedener Stile von Pop, Rock über Klassik und Swing nicht abweichen. "Das Festival wurde oftmals mit den Sommerfestspielen im APX verglichen. Das wollten wir zwar nicht, doch die Gäste lobten dabei meist, dass die Sommermusik noch vielseitiger sei und ein noch breiteres musikalisches Spektrum biete", erklärt Dirk Schmidt-Enzmann erfreut.

Schon jetzt haben die Veranstalter ein Programm für 2016 im Kopf. Sobald der Termin für die zweite Auflage feststeht, wollen sie in die Offensive gehen. Fest steht, dass es wieder ein Klassik-Open-Air-Konzert sowie die Kultnacht mit der Band "Fun & Friends" geben wird. "Das sind Ankerveranstaltungen der Sommermusik", betont vom Dorp. Die anderen Konzerte gestalten dann wechselnde Künstler.

Quelle: RP
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