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Xanten
Menzelen-Ost: Von der Sonne verwöhnt, von der Nasa entdeckt

Xanten. Der Nelkensamstag zeigte sich von seiner schönsten Seite. König Karneval regierte in Menzelen-Ost, sorgte für Frohsinn und gute Laune beim bunten Narrenvolk. Ein Dutzend Wagen, fünf Fußgruppen und zwei Spielmannszüge meldete die Karnevalsgesellschaft "Hand in Hand". Präsidentin Conny Böhm, die im ersten Wagen den Zug anführte, freute sich über die Menschenmenge an der Zugstrecke. Schrill die Kostüme, ausgelassen die Stimmung, das Dorf weiß zu feiern. Von Sabine Hannemann

Der Zug setzte sich pünktlich in Bewegung. Bewaffnet mit Tüten und Bollerwagen, standen die Karnevalisten an der Ringstraße, um die süße Last, Präsente und auch kuriose Artikel wie Haushaltsschwämme sicher nach Hause zu transportieren. "Wir stehen hier mit Kindern und Enkel", erklärte Uli Scholten: "Das Tolle ist doch der handgemachte Karneval und, dass die Nachbarschaften mitmachen. Wir kennen uns, es macht zusammen einfach ganz viel Spaß."

Auch die Nasa hat den Planeten Menzelen entdeckt und landete pünktlich - Motto: "In unserer Rakete steigt eine große Fete". Aus Neptuns Reich entsprungen, auf begab sich eine Gruppe, ganz in Blau und in ein Fischernetz gewandet, auf Landgang in Menzelen .

"Clubsache" hieß es bei den Keglern "Die lustigen Bierkönige", die auf ihrem Wagen dem Nachwuchs zeigten, wie in Menzelen Straßenkarneval gefeiert wird. Einer der Hingucker war der Wagen der Jungschützen, die sich als Ritter auf ihrer hohen Burg zeigten. Vor Wochen starten sie mit dem Wagenbau. In der Schlussphase zogen sie noch mal um, damit die Aufbauten in einer hohen Halle abgeschlossen werden konnten. Damit sich die Arbeit lohnt, der Spaß noch andauert, sind sie auf weiteren Zügen vertreten.

Mitten drin Prinz Klaus I., der mit vollen Händen Kamelle warf, aus luftiger Höhe winkte und Frohsinn versprühte. Mit Spannung hatte das Volk den Prinzenwagen mit ostalgischem Touch erwartet. Auf einem blinkenden Trabi thronte Prinz Klaus, ein Mann mit sächsischen Wurzeln, der in Menzelen-Ost sein Glück gemacht hat. Sein Traum, einmal Prinz zu sein, wurde wahr. Auch sein größter Wunsch ging in Erfüllung: die Sonne blinzelte.

Für viele ist der Zug in Menzelen-Ost besonders, "weil er so familiär ist. Unsere Söhne haben großen Spaß", sagten Angela und Bernd Mußmann aus Rheinberg. "Die Ausbeute ist gut", so der Vater mit Blick auf die zwei vollen Taschen der Knirpse. Familiäre Note auch neben den Straßen: In den Vorgärten feierten die Nachbarn. Wie bei Ludwig Henkel, der Sofa und Himmelbett an die Straße stellte. "Die Idee kam, als wir das Ecksofa entsorgen wollten", erzählte er. Seither gibt's im Zug die gern genutzte Ruhezone. Auch Polizist Harald Fehlemann ist zufrieden: "Keine Vorkommnisse." So soll's sein.

Quelle: RP
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