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Xanten
Metropolregion Rheinland kommt

Xanten. Regierungspräsidentinnen aus Düsseldorf und Köln initiieren die Gründung. Von Fritz Schubert

Kommt jetzt ein wegweisender Zusammenschluss, auf den gerade am Niederrhein viele gewartet haben? Es sieht so aus. Auch wenn zunächst nur eine Vereinsgründung angestrebt wird, so ist der Name Programm: Metropolregion Rheinland. Darüber war oft gesprochen worden. Jetzt haben die Regierungspräsidentinnen Anne Lütkes (Düsseldorf) und Gisela Walsken (Köln) die Initiative ergriffen.

In der Metropolregion Rheinland sollen Kommunen, Kreise, Regionen und Wirtschaft ihre Zusammenarbeit verstärken. Schwerpunkte sollen gemeinsame Positionierungen in den Bereichen Verkehr, Forschung und Bildung, Tourismus und Kultur sowie Standortmarketing sein. Dies geht aus einer gemeinsamen Erklärung der beiden Bezirksregierungen hervor. Anlass für den geplanten Zusammenschluss sei die Fortschreibung des Landesentwicklungsplans. "Die Metropolregion setzt auf verstärkte regionale Kooperation und damit auf eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der zukünftigen Mitglieder auf Regional-, Landes- und Bundesebene", teilten Lütkes und Walsken mit. Man wolle unter Einbezug der beiden großen Städte Düsseldorf und Köln die Zusammenarbeit der Gebietskörperschaften und Kammern auf politischer, wirtschaftlicher und Verwaltungsebene stärken, hin zu einer Metropolregion von europäischer Bedeutung.

Eine Steuerungsgruppe mit LVR, Oberbürgermeistern, Landräten, Wirtschaftskammern und Regionalmanagement hat sich auf einen Fahrplan geeinigt. Für den zukünftigen Verein Metropolregion Rheinland liegt ein Satzungsentwurf vor. Dieser soll nun allen Räten und Kreistagen, der Verbandsversammlung und den Regionalräten vorgestellt werden. Die Gremien sollen über die Gründung des Vereins und den Beitritt beraten und entscheiden. Die Gründung soll unmittelbar nach der Landtags-Entscheidung zum Landesentwicklungsplan im Herbst über die Bühne gehen.

Im Gebiet von Aachen bis Kleve leben rund 8,5 Millionen Menschen. Es wäre die bevölkerungsstärkste Metropolregion Deutschlands. Gut in Erinnerung ist der Versuch, den Kreis Wesel aus dem am Niederrhein stets kritisch beäugten Regionalverband Ruhr zu lösen beziehungsweise die Zwangsmitgliedschaft aufzubrechen. Der Antrag auf Austritt scheiterte an der SPD, die im Kreistag die dafür nötige Zwei-Drittel-Mehrheit verhinderte.

Quelle: RP
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