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Xanten
Milde für reumütigen Täter

Xanten. Der Mitarbeiter einer Xantener Autowerkstatt nahm die Tageseinnahmen zur Sicherheit mit nach Hause und kam nach dem Wochenende nicht mehr zurück. Jetzt musste er sich wegen veruntreuender Unterschlagung vor dem Rheinberger Amtsgericht verantworten.

Die Verhandlung war schnell zu Ende. Die Verlesung der Anklageschrift quittierte der 33-Jährige mit einem knappen "Stimmt". Auf Nachfragen der Richterin gab er dann doch noch nähere Auskünfte. Es sei so üblich gewesen, die Einnahmen vor dem Wochenende mit nach Hause zu nehmen, gab er an. Damit wollte der Arbeitgeber verhindern, dass das Geld Einbrechern in die Hände fällt. An diesem Wochenende seien es über 2200 Euro gewesen. Der Notfallplan gegen Langfinger half dem Arbeitgeber in diesem Fall nicht: Der Angeklagte verprasste das Geld. Eigentlich habe er nur 100 Euro ausgeben wollen, sagte er vor Gericht. Dann aber sei das Geld irgendwie doch schnell weg gewesen. Unter anderem habe er es verzockt. Am Montag traute er sich dann nicht mehr zurück zur Arbeitsstelle. Er räume seine Schuld ein, gab er an. Damals habe er sich "in einer schlechten Phase" befunden. Neben Drogenkonsum habe es weitere Probleme gegeben. "Jetzt bin ich total sauber", versicherte er. Er habe eine neue Arbeitsstelle und verdiene genug, um die Summe zurückzahlen zu können. Das werde er umgehend machen. Das Verfahren wurde mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft vorläufig eingestellt. Der Mann sei nicht vorbestraft, und die Tat liege über zwei Jahre zurück.

(BL)
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