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Xanten
Minister bringt viel Geld für Xantens Kurwälle

Xanten: Minister bringt viel Geld für Xantens Kurwälle
NRW-Minister Garrelt Duin und Bürgermeister Thomas Görtz in den Wallanlagen. Hier soll ein Kurpark der Begegnung entstehen. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Das NRW-Wirtschaftsministerium hat 4,3 Millionen Euro bewilligt, um die Wallanlage umzugestalten. Garrelt Duin überbrachte persönlich den Bescheid. Auch für Pläne des FZX sieht es gut aus. Von Heinz Kühnen

Mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit dem Boot hat Garrelt Duin Xanten bereits entdeckt. Gestern kam der NRW-Wirtschaftsminister ins Rathaus der Stadt, die auf Kulturtourismus und nun verstärkt auf den Megatrend Gesundheitstourismus mit guter Luft setzt, um mehr Touristen anzulocken und den Fremdenverkehr zu stärken. Dieser Ansatz gefällt dem gebürtigen Ostfriesen Duin außerordentlich gut. Und seinem Ministerium auch: Das hat nun den "Park der Begegnung - KURlaub in den Wallanlagen" für förderungsfähig erachtet. Duin brachte den Bewilligungsbescheid selbst mit: satte 4,3 Millionen Euro. Noch einmal eine Million Euro legt Xanten obendrauf. Damit kann das von Xantens Stadtplanerin Christina Kutschaty seit 2007 entwickelte, in Bürgerrunden gutgeheißene und von den politischen Gremien abgesegnete Projekt umgesetzt werden.

Jetzt kann die Stadt loslegen mit der konkreten Planung. Aus einem europaweit ausgeschriebenen Teilnahmewettbewerb haben sich bereits fünf Büros als ideenreich und vor allem auch leistungsfähig herauskristallisiert, erläuterte der Technische Dezernent Niklas Franke. Auch die Preise stimmen. Wer das Rennen macht, entscheidet sich Ende des Monats, so Franke. Vor Anfang 2017 tut sich in den Wällen aber wohl nichts. Erst haben noch mehrere Behörden das Sagen, die Denkmalschützer, die Wasserfachleute und die Höhere Landschaftsbehörde zum Beispiel. Schließlich prägen die zur Stadtverteidigung angelegten Wallanlagen seit Jahrhunderten die Stadtsilhouette.

So soll es am Ostwall auf jeden Fall bleiben. Der "Weiteneindruck" bleibt erhalten. Neben einem neuen Themenspielplatz und einem Fitnessbereich soll es dabei vor allem auch Platz für Veranstaltungen geben. Am Südwall herrscht mit Gradierwerk, Kneipp-Anlage und Bibelgarten Ruhe vor. Der Westwall mit dem angrenzenden Gymnasium, dem Kindergarten und dem Seniorenzentrum wird zum Treffpunkt der Generationen - mit Tanzfläche, einem Barfußweg und den Färbergärten der Initiative Sevengardens. Ein Drachenspielplatz und die Außengastronomie bestimmen nach diesen Plänen den Nordwall mit seiner historischen Gebäudekulisse.

Und das gefällt Minister Duin ganz besonders: Der gesamte Kurgarten, der so gar nichts von klassischen Einrichtungen dieser Art an sich haben wird, soll barrierefrei ausgebaut werden. Was den rhetorisch beschlagenen, 1,96 Meter großen Juristen dazu veranlasste, über einen weiteren Antrag nachzudenken: Gut drei Millionen Euro möchte das Freizeitzentrum (FZX) haben, und da sehe es vielleicht auch gar nicht schlecht aus.

Das FZX, sagte Bürgermeister Thomas Görtz, möchte seine Wege um Nord- und Südsee barrierefrei ausbauen, feste Sanitäranlagen errichten und in mehreren Anlagen den Kneipp-Gedanken integrieren. Das Strandbad soll auch noch attraktiver werden. Unter anderem soll ein separates 25-Meter-Becken ins Seewasser eingelassen werden, damit die ambitionierten Schwimmer hier ihre Bahnen ziehen können.

Duin jedenfalls teilt den Optimismus, dass künftig mehr Urlauber in die Stadt gezogen werden und länger bleiben. Deshalb glaubt er auch nicht, dass die Xantener von ihrem Recht Gebrauch machen werden, innerhalb eines Monats gegen den Bescheid zu klagen. Da wird er wohl Recht behalten.

Quelle: RP
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