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Sonsbeck
Mit Kameras durch das Kanalnetz

Sonsbeck. Gemeinde stellt Maßnahmenkatalog gegen die Folgen von Starkregen vor.

Die Gemeindeverwaltung hat als Konsequenz aus den Folgen der Starkregen im Mai und Juni einen Maßnahmenkatalog zur Gefahrenabwehr erarbeitet. Der von Bürgermeister Heiko Schmidt und Fachbereichsleiter Georg Tigler im Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft vorgestellte "Handlungsleitfaden zur Starkregenvorsorge" soll jährlich fortgeschrieben werden.

"Wir haben lange mit der Beseitigung der Schäden zu kämpfen gehabt", sagte Schmidt im Ausschuss. Und es sei auch klar, "dass wir solche Wetterphänomene nie ganz konfliktfrei bewältigen können". Aber es gelte, so weit wie möglich Vorsorge zu treffen.

Dafür muss die Gemeinde Geld in die Hand nehmen. Nachdem das Abwassersystem gesäubert und die Gräben freigeräumt worden seien, stehe nun die Steuerung des Regenrückhaltebeckens "Zur Licht" im Mittelpunkt, sagte Tigler. Neben einer kompletten Entschlammung müssten auch die Ränder neu geformt werden, damit das Wasser beim Überlaufen gezielt in die Ley geleitet werden könne. Kosten: mindestens 40.000 Euro. Die Pumpstation an der Filderstraße solle komplett neu gebaut werden. (175.000 Euro). Parallel werde bei zahlreichen Pumpstationen die Technik erneuert und zudem Schieber und Rückschlagklappen sowie Motoren auf Vordermann gebracht. Dafür seien noch einmal 40.999 Euro fällig. Nicht in der Hand hat die Gemeinde eigentlich notwendige Verbesserungen der Bodenstruktur in Hanglagen. Damit sich der Schlamm von Feldern nicht lawinenartig in die Ebene ergieße, müssten bestimmte Flächen für das bessere Versickern von Regenwasser in Grünland umgewandelt werden. Die meisten der möglichen "Schutzstreifen", gehörten aber Landwirten, sagte Schmidt. Hier wolle die Gemeinde in intensive Gespräche eintreten. Zudem sei auch der Einsatz von Kameras vorgesehen. Zunächst in Hamb und im Sonsbecker Osten (Gartenstraße / Taubenweg) würden die Kanäle auf Schäden untersucht, da damals Niederschlagswasser ins Abwassersystem gelangt sei. Derartige Schwachstellen müssten abgestellt werden. Und schließlich befürwortete der Ausschuss auch noch eine Resolution an die Wasser- und Bodenverbände, die in den Außenbereichen für ihre Gewässer größere Überlaufbereiche schaffen sollen.

(hk)
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