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Xanten
Mit René Schneider der Heimat auf der Spur

Xanten. Was ist Heimat? Dieser Frage ging René Schneider nach. Bei der Xantener St.-Victor-Bruderschaft begab sich der SPD-Landtagsabgeordnete aus Kamp-Lintfort am Donnerstagnachmittag auf Spurensuche - und wurde fündig. Von Julia Lörcks

"Heimat ist sich kümmern. Um die Fürstenbergkapelle zum Beispiel", sagte Peter Bullmann. Er ist der Kapitän (bei anderen Gesellschaften heißt das Brudermeister) der Victorsse. Seine Tochter Ronja, die seit dem 6. Lebensjahr Mitglied der Bruderschaft und zur Zeit bei den Jungschützinnen und beim Bundesspielmannszug aktiv ist, ist da anderer Meinung. Für die 27-Jährige ist Heimat ein Lebensgefühl. "Die Familie, die Freunde, der Spaziergang mit dem Hund und natürlich der Xantener Dom. Home is where the dome is", sagte sie. Sie schaute dabei glücklich drein. Eine andere Heimat als Xanten, das kann sie sich wahrlich nicht vorstellen.

Für René Schneider, der seit Beginn seiner Amtszeit im Düsseldorfer Landtag im Jahr 2012 jährlich eine Sommertour in seinem Wahlbezirk macht und auf dieser ganz unterschiedliche Personen, Vereine, Firmen und Institutionen besucht, eine schöne Erfahrung. Gerade auch, weil die St.-Victor-Bruderschaft offenbar keine größeren Probleme hat. Nachwuchssorgen - nein; sinkende Mitgliederzahlen - nein. Im Gegenteil, die Zahl der Mitglieder ist enorm gestiegen - von 230 im Jahr 2003 auf 360 im Jahr 2017. "Erklären Sie mir ihr Konzept, ich bin von der SPD", entgegnete Schneider lächelnd. Bullmann antwortete prompt: "Sich kümmern, tun und machen." Und noch mehr: Zu dem stehen, was man sagt, kein großes Mundwerk haben, andere unterstützen und diejenigen in den Arm nehmen, denen es gerade nicht so gut geht.

Das alles seien die Werte, die Bruderschaft, die es im nächsten Jahr seit 625 Jahren gibt, vermitteln möchte. Dazu kommt die Gemeinschaft. Das Pfingst-Zeltlager zum Beispiel. Das Schützenfest der Victorsse, das in diesem Jahr vom 18. bis zum 20. August sowie am 26. und 27. August gefeiert wird. Oder aber das Bundesschützenfest, das die Bruderschaft im nächsten Jahr vom 14. bis zum 16. September ausrichtet. Übrigens zum zweiten Mal. "Wir erwarten rund 15.000 Schützen und noch einmal so viele Besucher", sagte Bullmann nicht ohne Stolz.

Quelle: RP
 
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