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Xanten
Müllhaus: Jetzt schaltet sich die Politik ein

Xanten: Müllhaus: Jetzt schaltet sich die Politik ein
Das Einfamilienhaus an der Straße Hochbruch in Xanten ist kaum zu erkennen. Bäume und Sträucher wurden seit Jahren nicht mehr geschnitten. Zudem lagert reichlich Müll und Bauschutt im Garten. FOTO: Lörcks
Xanten. Petra Strenk (CDU) hat sich das Haus, das sich in ihrem Wahlbezirk befindet, angeschaut und eine Anfrage an den Bürgermeister gestellt. Von Julia Lörcks

Das Müllhaus an der Straße Hochbruch in Xanten schlägt weiterhin hohe Wellen. Nach der RP-Berichterstattung entschuldigte sich nicht nur Niklas Franke, technischer Beigeordneter und allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, bei Egon Üffing (wir berichteten). Auch Petra Strenk bat um Entschuldigung. Die CDU-Stadtverordnete kam am Freitag persönlich bei Üffing vorbei, um sich ein Bild vom Zustand des Hauses zu machen. "Das müsste sie eigentlich kennen. Schließlich ist der Hochbruch doch ihr Wahlbezirk", merkte Üffing an. Ja, der Xantener kann die Enttäuschung über den Sachverhalt wahrlich nicht verbergen.

Der Hintergrund: Seit mehr als anderthalb Jahren regen sich zahlreiche Nachbarn über den Zustand des Grundstücks an der Ecke Hochbruch/Finkenweg auf. Sie beklagen Ratten im Garten, Müll auf der Straße sowie Sträucher und Äste auf dem Gehweg. Da die frühere Bewohnerin verstorben ist und der jetzige Eigentümer nichts macht, hat Egon Üffing die Reißleine gezogen und Anzeige bei der Stadt Xanten und beim Kreis Wesel erstattet. Das war am 23. Juli. Eine Antwort darauf hatte er bis vergangenen Mittwoch nicht erhalten. Also informierte er die RP.

Das ist bisher geschehen: Am Donnerstag, 24. August, berichtete die Lokalredaktion zum ersten Mal über das Xantener Müllhaus. Bereits um 10 Uhr hatte Üffing eine E-Mail von Ordnungsamtsleiter Tobias Fuß im Posteingang. Darin bestätigte er den Eingang der Beschwerde. Diese sei aus urlaubs- und krankheitsbedingten Gründen bisher nicht erfolgt. Richtig zufrieden ist Egon Üffing damit nicht. "Ich habe eine Anzeige erstattet, ich erwarte einen Brief mit einem Aktenzeichen und einem zuständigen Sachbearbeiter." Die öffentliche Entschuldigung der Stadt habe er im Übrigen am Samstag in der Zeitung gelesen. "Auch, dass der Eigentümer offensichtlich angeschrieben wurde und bis November den Müll entfernen muss. Ich bin gespannt, was daraus wird", sagt Üffing. Erste Bewegungen gibt es bereits. So habe der Eigentümer die Hecke geschnitten.

So geht es weiter: Petra Strenk besuchte nicht nur den Hochbruch, sondern stellte auch eine Anfrage an den Bürgermeister. Darin will sie unter anderem wissen, wie Anfragen von Bürgern grundsätzlich geregelt werden und wie die Verwaltung den Bürgerservice erhöhen möchte. Strenk: "Ich möchte darauf hinweisen, dass eine städtische Verwaltung ein Dienstleister für die Xantener Bürger ist."

Vom Kreis hat Üffing bis dato noch nichts gehört.

Quelle: RP
 
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