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Xanten
"Münchner Zwietracht" sorgt für Stimmung im Wies'n-Festzelt

Xanten. "Siegfried ist mein zweiter Vorname, allein deshalb komme ich schon gerne nach Xanten", erklärt Gerry Grass, Leadsänger der "Münchner Zwietracht", die sich selbst als "die populärste Oktoberfestband der Welt" bezeichnet. Die befindet sich derzeit mitten in der Hauptsaison. Zwischen August und November absolvieren die Bayern über 100 Auftritte. Den Rest des Jahres touren sie durch die Welt. Denn der Oktoberfestvirus hat sich längst zur globalen Epidemie ausgeweitet. "Wir haben Auftritte in Südkorea, Las Vegas oder Mexiko, und überall kommen die Menschen in Dirndl und Lederhose - auch wenn die in Mexiko aus Plastik sind - zu den Konzerten", freut sich Grass. Von Erwin Kohl

Am Dienstag gastierte die "Münchner Zwietracht" im Xantener Oktoberfestzelt auf den "Wardter Wies'n". Volle Zelte und ein ekstatisches Publikum gewöhnt, sahen sich die Münchener Volksmusiker zunächst verwundert um. Denn in dem weitläufigen Zelt war nur jeder zehnte Platz besetzt. Gerry Grass kommentierte das mit freundlicher Diplomatie: "Ich muss mich entschuldigen, unsere 27 Fan-Busse sind leider im Schnee steckengeblieben. Beim nächsten Mal kommen wir mit der Bahn."

Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Es dauerte nur wenige Minuten, da bestätigten die 400 Besucher vor der Bühne, was Gerry Grass schon vor dem Auftritt ahnte: "Die Niederrheiner sind immer gut dabei". Als Eisbrecher fungierte dabei Bassist Wolfgang Köbele, der als "Gerstensaftbeauftragter" der Band mit dem Publikum zum Lied vom Münchener Hofbräuhaus anstieß. "Wer am Dienstag feiern geht, der derf das", versicherte Gerry Grass.

Danach hielt es die Zwietracht nicht mehr auf der Bühne, die Musiker rannten animierend durchs Zelt, verteilten sich im Publikum und heizten die Stimmung auf diese Weise mächtig an. "Wir spielen heute bis 27 Uhr, und ich kann euch versprechen, es gibt ganz schön was auf die Ohren", lautete die Ansage des Bandleaders, der damit abgesehen von der Uhrzeit absolut Recht behalten sollte.

Gassenhauer und Partykracher, eine musikalische Europareise, bei der selbst ein Can-Can nicht fehlte, und Abstecher in die Neue Deutsche Welle sorgten beim Publikum für eine zünftige Wies'n-Feierstimmung.

Dass unter den Gästen viele Wardter waren, lag an einer netten Geste des Veranstalters: Jeder Dorfbewohner mit einer Eintrittskarte durfte seinen Partner oder Nachbarn kostenlos mitbringen.

Quelle: RP
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