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Xanten
Musik erfüllte den Dom und die Herzen

Xanten: Musik erfüllte den Dom und die Herzen
Das Musikkorps der Luftwaffe aus Münster war bereist zum zweiten Mal zu einem Gastspiele im Xantener Viktor-Dom und erwies sich erneut als ausgezeichneter Botschafter für die Bundeswehr. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Benefiz-Blaskonzert des Musikkorps der Bundeswehr für Kloster in Tabgha begeisterte die zahlreichen Zuhörer. Von Hildegard van Hüüt

Die vielen Hundert Besucherinnen und Besucher des Benefizkonzerts im St.-Viktor-Dom zu Xanten sparten nicht mit Applaus, als am vergangenen Samstag etwa 60 Musiker des Luftwaffenmusikkorps Münster in den Altarraum des Doms einzogen. Kaplan Dr. Rothe begrüßte das symphonische Blaskonzert nach dessen Einzug herzlich und wandte sich gleichzeitig auch den äußerst zahlreichen Gästen zu, die mit ihrem Besuch im Dom zeigen würden, dass sie Freunde der guten Musik seien. Dass sie das hochkarätige Konzert als Anlass für eine großzügige Spende zum Wiederaufbau des durch einen Anschlag zerstörten Benediktinerklosters in Tabgha in Israel nehmen würden, verstand sich für Kaplan Rothe wie für alle Konzertbesucher von selbst.

Aus vielen verschiedenartigen Instrumenten - angefangen bei Pauken und Trompeten über Klarinetten und Saxofone bis hin zu Xylofonen, Glockenspielen und Triangeln - erklang während des zweistündigen Konzerts erstklassige Musik, die wegen der Akustik in dem mächtigen Gotteshaus auch in ausgezeichneter Qualität zu hören war.

Bereits nach dem ersten Stück, das den Titel "Mercury" trug und von dem belgischen Komponisten Jan van den Rost geschrieben worden war, äußerte sich der Leiter des Musikkorps, Oberstleutnant Christian Weiper, höchst erfreut darüber, dass er mit seinen Musikern nun schon zum zweiten Mal "in dem wunderschönen Xantener Gotteshaus mit seiner wunderbaren Akustik" konzertieren dürfe.

Im Weiteren erklangen zehn Kompositionen unter anderem von Gioacchino Rossini, Nikolai Rimsky-Korsakow und Percy Aldrige Grainger. Vom weichen Piano bis zum forschen Forte - alle Nuancen der konzertanten Musik wurden in höchster Qualität zu Gehör gebracht. Besonders die als Kirchenlieder bekannten Stücke "Liebster Jesu, wir sind hier" und "Lobe den Herrn" fanden großen Anklang beim Publikum.

So gefiel der stellvertretenden Pfarreiratsvorsitzenden von St. Vincentius Dinslaken, Monika Barling, das finale Stück "Großer Gott, wir loben dich" besonders gut. "Der letzte Teil war das Highlight des Konzerts", sagte sie freudig: "Er rundete alles in wunderbarer Weise ab." Xantens Alt-Bürgermeister Christian Strunk, der, wie er lachend zu verstehen gab, immer noch Xantener ist, war der Meinung, dass das Konzert nicht nur den Dom, sondern auch die Herzen der Zuhörer erfüllt habe. Auch Ursula Steltner, Sekretärin an der Marienschule, bezeichnete das Konzert als "erfüllend und wunderbar", Bruno Müller, Küster am St. Viktor-Dom nannte es "spitzenmäßig".

Dirigiert wurde das Musikkorps, das sich als musikalischer Botschafter der Bundeswehr versteht, von Oberstleutnant Christian Weiper, einem großartigen Musiker, der 2001 sein Examen zum Kapellmeister an der Messiaen-Academie in Enschede abgelegt hatte. Wie sehr er mit dem Konzert verwachsen war, zeigten viele interessante Überleitungen zu den einzelnen Beiträgen. Mit Liebe zum Detail stellte er die Komponisten der einzelnen Werke vor.

Auch für die Musiker fand er schmeichelnde Worte, so auch für Klarinettistin Jutta Linnertz, die als Solistin den fünften Satz aus einer Rossini-Oper kraftvoll und innig konzertierte. Vier junge Klarinettistinnen spielten unter der Leitung von Oberstabsfeldwebel Astrid Kersting einen Satz aus den "Chorales Preludes".

Mit stehendem Beifall belohnte das Publikum die professionellen Blasmusiker. Diese gewährten ihrerseits bereitwillig eine Zugabe. Kaplan Dr. Rothe ließ es sich nicht nehmen, allen Gästen und Mitwirkenden herzlich zu danken. Sein Hinweis, dass zeitgleich am selben Abend auch in Tabgha ein Benefizkonzert zugunsten des Wiederaufbaus des Benediktinerklosters stattfinde, war schon bei der Begrüßung auf großes Interesse beim Publikum gestoßen.

Quelle: RP
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