| 00.00 Uhr

Xanten
Musikalische Reise in eine vergessene Welt

Xanten. "Chofim - Ufer" mit Esther Lorenz und Hendrik Schacht in der Evangelischen Kirche in Xanten. Von Hildegard van Hüüt

"Chofim - Ufer" war der Titel eines außergewöhnlichen Konzerts, das das Musikerduo Esther Lorenz und Hendrik Schacht in der gut gefüllten Evangelischen Kirche in Xanten gab. Die Zuhörer erlebten ein stimmungsvolles Konzertprogramm israelischer und spanisch-jüdische Musikkultur von einer Sängerin mit einfühlsamer Stimme und den passenden Klang des Gitarrenspiels. Die Sängerin erklärte den Inhalt jeden Liedes und trug einige der wichtigsten Zeilen oftmals in anmutiger Weise Wort für Wort in Deutsch vor.

Lorenz entführte das Auditorium gemeinsam mit ihrem Begleiter Schacht, der sie nach seinem Bachelor-Abschluss des Studiums der klassischen Gitarre an der Berliner Universität begleitet, in eine längst vergessene Welt. Mit vielen der rund 20 Lieder, die Lorenz und Schacht knappe zwei Stunden lang präsentierten, nahmen die Musiker die Zuhörer mit in die Zeit um 1000 vor Christus, den Zeitpunkt, als die Menschen begannen, das Alte Testament schriftlich zu fixieren.

So ließ die Sängerin die Worte König Davids durch die musikalische Darbietung einiger Verse aus Psalm 157 lebendig werden. Verse aus dem Buch des Propheten Amos, die davon handeln, dass der Frieden vielleicht morgen kommt, füllten das Lied "Machar" mit Inhalt. Auch Verse aus dem Buch Jeremia brachte Lorenz dem Publikum in brillant gesungenen Tönen dar. Der von dem israelischen Dichter Nathan Jonathan vertonte Text "Chofim" (Ufer), der leere Muscheln mit Häusern, die einmal an Ufern bewohnt waren, vergleicht, verlieh dem Konzert seinen Titel.

Jeder einzelne Liedbeitrag wirkte wie ein Kunstwerk, jeder einzelne Ton wie ein feiner Pinselstrich bei der Schaffung eines großartigen Gemäldes. Mit dem Lied "Kineret" nahm das Musikerduo sein Auditorium mit an den See Genezareth. Aber auch ins mittelalterliche Spanien machten die Musiker und das Publikum sich gemeinsam auf die Reise. Mit schön arrangierten Blumensträußen sprach Brigitte Messerschmidt dem Duo als Mitglied des Presbyteriums der evangelischen Kirche deren herzlichen Dank aus, nachdem das Musikerduo die lautstark herbei geklatscht e Zugabe mit dem Titel "Ura, ura, ura" gegeben hatte.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Xanten: Musikalische Reise in eine vergessene Welt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.