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Sonsbeck
Nach dem Brand macht Emmaus weiter

Sonsbeck: Nach dem Brand macht Emmaus weiter
FOTO: Fischer Armin
Sonsbeck. Bau der neuen Lagerhalle an der Alpener Straße 40 in Sonsbeck hat begonnen. Im Oktober läuft alles wieder normal. Von Peter Gottschlich

Zum 30. Geburtstag ging eine Lagerhalle der Emmaus-Gemeinschaft in Flammen auf. In der Nacht vom 13. auf den 14. April 2015 brannte sie bis zu den Grundmauern ab. Feuerwehrleute aus Sonsbeck, Alpen und Xanten haben ein Überschlagen der Flammen auf das Wohnhaus sowie zwei weitere Hallen verhindert. Es entstand ein Schaden von geschätzten 300.000 Euro. Die Brandursache konnte nicht geklärt werden. Rauch und Löschwasser schädigten die anderen Gebäude sowie Möbel, Kleidung und Bücher. Nachdem die Gebäude instandgesetzt waren, nahm Emmaus im Oktober wieder den Flohmarkt auf.

Seitdem baut die Gemeinschaft, in der sieben Personen leben, ihre Aktivitäten Schritt für Schritt aus. Jetzt hat der Bau einer neuen Lagerhalle begonnen. Die Fundamente sind gegossen. Nun setzt ein Kran die Stahlträger für die Hallenkonstruktion. "Sie wird genauso groß sein wie die alte Halle", sagt Dagmar Peters, Vorsitzende der Emmaus-Gemeinschaft. Bis Anfang September soll die Halle ihre Hülle erhalten. Dann beginnt der Innenausbau, der bis Ende Oktober abgeschlossen sein soll.

Der Neubau der neuen Halle (Bild oben) hat begonnen. Ende Oktober soll sie fertig sein, der Betrieb wieder in vollem Umfang laufen. FOTO: Fischer Armin

Bis die neue Halle ihre Außenhülle erhalten ist, ist die Möbelhalle mittwochs nicht geöffnet. "Die Möbelhalle ist nur über den Hof zu erreichen, wo die neue Halle entsteht", erläutert Brigitte Remitschka. "Das ist während der Bauarbeiten zu gefährlich. Da am Wochenende nicht gebaut wird, ist sie am Freitag- und Samstagnachmittag aber ganz normal geöffnet." An allen drei Verkaufstagen ist die Haupthalle offen, in der die Gemeinschaft beispielsweise Kleidung oder Haushaltwaren anbietet. Ab Ende Oktober will die Gemeinschaft die neue Halle beziehen, die vor allem Lager sein wird. "Zurzeit fehlt uns Platz an allen Ecken und Enden", so Brigitte Remitschka. So nahm die Gemeinschaft seit dem Brand fast keine Möbel mehr an, schränkte die Haushaltsauflösungen ein und nutzte Container als Zwischenlager.

Wenn die neue Halle bezogen ist, will die Gemeinschaft ihre Aktivitäten wieder auf den Stand von vor dem Feuer ausbauen. "Es wurde ja schon geunkt, mit dem Brand sei Schluss", sagt Geschäftsführer und Mitgründer Reinhold Haesser. "Aber es geht weiter." In den letzten Monaten hätte die Gemeinschaft viel positive Rückmeldung erhalten. "Wir vermissen Euch", hätten Kunden gesagt, die regelmäßig zum Flohmarkt kommen.

Im nächsten Jahr will die Gemeinschaft zum Beispiel wieder einen Bücherflohmarkt veranstalten, so Brigitte Remitschka: "Der war immer sehr beliebt. Die Kunden konnten Bücher kiloweise kaufen."

Quelle: RP
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