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Xanten
Ndanda-Basar für die Menschen in Tansania

Xanten. Lebensbäume aus Ebenholz, Miniaturkrippen aus Holz, die selbst in eine Streichholzschachtel passen würden, Keramikarbeiten wie Müslischalen, Tassen und Teller: Aus Kenia, Tansania und zum Beispiel Peru stammen die Waren, die der Ndanda-Arbeitskreis der Xantener Kolpingsfamilie zwei Tage lang im Haus Michael zum Verkauf anbot.

Der "Rückumzug" lohnte sich. Zwei Jahre lang hatte das fünfköpfige Team wegen der Barrierefreiheit ins Haus der Begegnung eingeladen. "Da aber fehlte uns die Anbindung an den Dom und die Mess-Besucher", erklärte Anita Sebus, die gemeinsam mit ihrem Mann Theo, Angelika Heimbach sowie Josef und Irmgard van Nahmen den Basar organisiert.

Die fair gehandelten Waren stammen aus Gegenden, in denen der Benediktinerorden selbst Niederlassungen hat. Im Benediktinerkloster in Münsterschwarzach (bei Würzburg) am Main haben die Xantener die Gegenstände selbst abgeholt und nun verkauft. Der Reinerlös von immer gut 2000 Euro geht dann ohne Abzug nach Ndanda in Tansania , wo der Missionsbenediktiner Siegfried Hertlein (Jahrgang 1931) mit Unterbrechungen seit 1967 bis 2001 auch als Abt: In Eigenleistung und finanzieller Hilfe auch aus Xanten bauten die Afrikaner damals eine Wasserleitung.

Schwere Durchfallerkrankungen sind seither um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Es gibt ein großes Krankenhaus und eine anerkannte Schwesternschule. Dass die Spenden aus Deutschland wirklich wichtig sind und ankommen, davon, so Anita Sebus, konnten sich die Xantener vor sechs Jahren selbst überzeugen "Für die Menschen dort ist jeder Cent gut angelegt."

(hk)
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