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Xanten
Neue Hospital-Kapelle ist so gut wie fertig

Xanten. Der Xantener Weihbischof Wilfried Theising wird am Samstag die neue Kapelle des Krankenhauses einweihen. Von Klaus Nikolei

Im Sommer vergangenen Jahres sorgte die Nachricht, dass das Marien-Hospital seine großzügige Kapelle in Höhe der Station A1 im Rahmen eines Großumbaus schließen und ins Erdgeschoss verlegen werde, in Teilen der (katholischen) Bevölkerung für ungläubiges Erstaunen und Kritik. Beklagt wurde damals unter anderem, dass die Kapelle erst 1997 mit Hilfe von Spendengeldern aufwendig renoviert worden sei und nun Patientenzimmern weichen müsse.

Mittlerweile stehen die Bauarbeiten am neuen Standort - unmittelbar am Ausgang in den Klinik-Innenhof - vor dem Abschluss. Maler und Elektriker wuseln durch den hellen Raum mit den kunstvoll gestalteten Fenstern.

Überall stehen Leitern, Gerüste, Farbeimer. "Man hat uns versprochen, bis Samstag um 10 Uhr fertig zu sein", sagt Hospital-Geschäftsführer Dr. Johannes Hütte. "Ich bin guter Hoffnung, dass alles auch zeitgerecht fertig wird." Das ist auch nötig, schließlich wird am Samstag, 23. April, ab 10.30 Uhr die neue Kapelle mit einem feierlichen Gottesdienst ihrer Bestimmung übergeben.

Die Segnung der Kapelle wird Weihbischof Wilfried Theising (Xanten) vor gut 50 geladenen Gästen vornehmen und dabei auch eine neue Reliquie im Boden unterhalb des Altars einsetzen.

Der Segnungsgottesdienst wird live in alle Patientenzimmer übertragen. Pastor Stefan Sühling von der Gemeinde St. Nikolaus, Vorsitzender des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung der Marien-Hospital gGmbH sowie der Gesellschafterversammlung der Holding pro homine, wird am Samstag zusammen mit dem Weihbischof und Krankenhauspfarrer Johannes Vermöhlen den Gottesdienst zelebrieren und auch die Predigt halten.

Den lichtdurchfluteten Raum, in dem früher zwei Ärztezimmer untergebracht waren, bezeichnet Stefan Sühling als "ruhig, klar und hoch, der noch mehr als die Kapelle zuvor rund um die Uhr zum persönlichen Gebet einlädt".

Und zwar nicht nur Patienten, sondern auch deren Angehörige und natürlich auch das Personal des Krankenhauses.

Pastor Sühling ist überzeugt, dass die neue Kapelle gut angenommen wird. "Jedenfalls höre ich von denjenigen, die einen Blick auf die Baustelle geworfen haben, dass sie überrascht sind von der Größe des Raums." Der misst etwa 80 Quadratmeter. Zum Vergleich: Die alte Kapelle war - inklusive der Nebenräume - gut 300 Quadratmeter groß.

Nicht nur die Sitzbänke, auf denen gut 40 Personen Platz haben, werden weiter verwendet, sondern auch die Sakralausstattung.

Die Orgel ist ebenfalls mit umgezogen und wurde in Größe und Klangspektrum dem neuen Raum angepasst. Kreisdekanatskantor Willem Winschuh wird die Orgel einspielen und am Samstag erstmals offiziell am neuen Standort erklingen lassen.

Ihre Wirkung erzielt die Kapelle vor allem durch die vier großen Fenster, die Glasgestalter Karl Heinz Traut (Taunusstein) geschaffen hat. Er beschreibt sein Werk so: "In Licht und Farbe soll die Kapelle erstrahlen. Deshalb habe ich die Fenster in hellen Farben entworfen, mit viel Weiß und mit wenigen völlig offenen klaren Stellen, um auch direktes Licht ungefiltert eintreten zu lassen. Kleine quadratische Flächen in unterschiedlichen Gelbtönen fügen die Waagerechte als zusätzlich gliederndes Element hinzu."

Quelle: RP
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