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Xanten
Neue Mensa kostet 3,1 Millionen Euro

Xanten. Der Schulverband genehmigt den Neubau für die Gesamtschule Xanten-Sonsbeck. Antrag auf Siebenzügigkeit gestellt. Von Heidrun Jasper

Erst gab es Sekt zum Geburtstag für Bürgermeister Thomas Görtz von seinem Amtskollegen aus Sonsbeck, dann stiegen die Mitglieder des Schulverbandes Gesamtschule Xanten-Sonsbeck in die Diskussion um den Neubau einer Mensa nebst Lernräumen ein, der letztlich einstimmig bei einer Enthaltung beschlossen wurde. Das Architekturbüro Röwekamp aus Bochum stellte den Entwurf vor und bezifferte die Gesamtkosten (inklusive Ausstattung und Außenanlagen) auf etwa 3,1 Millionen Euro. Dafür nehmen die Stadt Xanten und die Gemeinde Sonsbeck als Schulverband einen Kredit bei der NRW-Bank auf, mit der beste Konditionen ausgehandelt worden sind: Zehn Jahre lang Null Prozent Zinsen, die ersten fünf Jahre sind tilgungsfrei, danach wird das Darlehen mit 5 Prozent getilgt. Die Zinsbindung endet nach zehn Jahren, dann muss neu verhandelt werden - wobei Xantens Kämmerer Stephan Grundmann davon ausgeht, dass "der Zinssatz maximal eine eins vor dem Komma haben wird". Bürgschaften beider Kommunen sind nicht erforderlich.

Das zweigeschossige barrierefreie Gebäude wird zwischen Real- und Hauptschule gebaut, im Erdgeschoss sind die Mensa (370 Quadratmeter), die Mensaküche (145 Quadratmeter) und ein weiterer Gruppenraum (45 Quadratmeter) untergebracht. Die Mensa bietet Platz für 250 Schülerinnen und Schüler, sie kann auch als Aula genutzt werden. Der Gruppenbaum wird dann zur Bühne. Im Obergeschoss werden vier "fixe Räume" (Klassenräume) gebaut, die verbleibende Freiarbeitszone bietet auf 353 Quadratmetern Platz für variable Gruppenräume und -arbeitsplätze. Es gibt eine Behindertentoilette im Erdgeschoss, einen separaten Aufzug (Mehrkosten: etwa 15.000 Euro) und zwei Treppenhäuser an nördlicher und südlicher Seite, weil zwei Fluchtwege vorgeschrieben sind. Die Mensa ist zum Schulhof hin "großzügig verglast". Im Obergeschoss sind Fenster mit Brüstung und Sonnenschutz vorgesehen. Übrigens: "Rien ne va plus" heißt es am Roulette-Tisch; "Nichts geht mehr" heißt es nach den Sommerferien auch in der Gesamtschule Xanten-Sonsbeck. Zumindest in der Jahrgangsstufe acht: "Wir haben heute 175 Schüler in den siebten Klassen, die im nächsten Schuljahr die Klasse acht besuchen werden. Mehr können wir nicht aufnehmen", schilderte Schulleiterin Regina Schneider vor dem Schulverband die Lage. Sie sorgt sich, rechnet sie doch mit Rückläufern aus der Realschule (die in drei Jahren ausläuft) und auch vom Gymnasium. Am Platz hapert es nicht, denn der ist da, läuft doch die Hauptschule zum Sommer aus. Aber es bedarf der Zustimmung der Bezirksregierung, von derzeit durchgängig Sechs- auf Siebenzügigkeit aufzustocken. Die Anträge hat Sandra Bree, Leiterin des Fachbereiches Bildung, Sport, Kultur und Demografie, bereits gestellt.

Apropos Schülerzahlen: 488 Jungen und Mädchen besuchen derzeit die Klassen fünf, sechs und sieben der Gesamtschule Xanten-Sonsbeck, 26 von ihnen haben Deutsch als Zweitsprache und erhalten von einer externen Honorarkraft jeden Tag eine Doppelstunde Deutschunterricht.

Quelle: RP
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