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Sonsbeck
Neue Wohnungen an der Spülstraße

Sonsbeck: Neue Wohnungen an der Spülstraße
Das Ehepaar Camilla und Benjamin Steinbring (re.) investiert in den Neubau. Ingenieur Harald Ensenmeier (li.) und rechts neben ihm Florian Leuschner von der Voba freuen sich, FOTO: arfi
Sonsbeck. Mitten im Herzen von Sonsbeck entstehen zwei Mehrfamilienhäuser. Alle 13 Wohnungen sind rollstuhlgerecht und barrierefrei. Das ehemalige Feld ist bereits eingezäunt. Der erste Spatenstich ist für Juli geplant. Von Heidrun Jasper

Die Spülstraße mitten in der kleinsten Gemeinde des Kreises Wesel ist eng, ziemlich eng. Die Einfamilienhäuser sind schon etwas älteren Baujahres, stehen an einer Seite bis dicht an den Fahrbahnrand. Vor den Häusern parken die Anlieger ihre Autos. "Da ist kaum ein Durchkommen" würde der Niederrheiner sagen.

Auf der anderen Straßenseite ist ein freies Feld mit einem Zaun eingefriedet. Kaum stand der Bauzaun, wurde schon orakelt: Was passiert hier? Wer baut hier und vor allem wie hoch? Werfen die neuen Häuser Schatten?

Camilla und Benjamin Steinbring geben Entwarnung: Nein, sie schöpfen nicht das örtliche, fast 30 Jahre alte Baurecht aus, nach dem sie bis zu einem Meter an die Straßengrenze hin bauen könnten. Sie halten Abstand, drei Meter für begrünte und bepflanzte Vorgärten, sechs Meter für eine geordnete Stellplatzsituation. Denn für jede der insgesamt 13 in zwei Häusern geplanten Wohnungen schreibt das örtliche Baurecht 1,5 Stellplätze vor. Außerdem haben die beiden ein Grundstück unmittelbar neben dem großen Gelände gekauft, auf dem noch ein altes Haus steht, das abgerissen wird und Platz macht für zehn weitere Stellplätze ("eine Mischung aus Garagen und Carports", so Architekt Harald Ensenmeier), die von den Anwohnern der Spülstraße gemietet werden können.

Mit dem Grundstück an der Spülstraße ist dem jungen Ehepaar (beide sind 36, die Tochter ist ein Jahr jung, der Sohn sechs) quasi "ein Filetstück" in den Schoß gefallen. Im ersten Bauabschnitt wollen die Sonsbecker ein Haus mit fünf Wohneinheiten bauen: zwei Wohnungen im Erdgeschoss, zwei im Obergeschoss, jede etwa 85 Quadratmeter groß, oben über 120 Quadratmeter eine Penthouse-Wohnung. Staffelgeschoss, ein architektonischer Trick: "Dadurch übernehmen wir die Proportionen der alten Reihenhaus-Bebauung", erklärt der Architekt. Außerdem werde durch diese mit der Gemeinde und dem Kreis erarbeitete Lösung die Beschattung der gegenüberliegenden Seite verhindert. Die Fassade: weißer Putz, leicht abgetönt, in Verbindung mit grauem Klinker.

Die Wohnungen kosten zwischen 215.000 Euro und 299.000 Euro (für die Penthouse-Wohnung). Die Vermarktung hat die Volksbank Niederrhein übernommen (Telefon 0281 9228001). Sie gewährt jedem Interessenten auch kostenfreien Zugang zu 3D-Begehungen und stellt dafür entsprechende Brillen zur Verfügung. Im zweiten Bauabschnitt entsteht ein Haus mit acht Mietwohnungen zwischen 53 und 75 Quadratmetern. "Das ist quasi unsere Altersvorsorge", sagen Camilla und Benjamin Steinbring, die sich nicht auf eine Zielgruppe festlegen: Die beiden wollen wertigen Wohnraum schaffen und junge Menschen ebenso ansprechen wie ältere oder gehbehinderte. Alle Wohnungen haben Terrassen oder Balkone in Südlage. Sie sind allesamt lichtdurchflutet, rollstuhlgerecht, barrierefrei, haben Aufzüge im Hausflur. Die Gebäude sind zudem teil-unterkellert.

Die Baugenehmigungen für beide Häuser liegen vor, die ersten zwei Wohnungen sind schon verkauft. "Es ist ein menschliches Projekt, in dem zwei Jahre Arbeit und viel Herzblut steckt", so Benjamin Steinbring. Spatenstich soll im Juli sein.

Quelle: RP
 
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