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Xanten
Neues Haus an der Südsee: schlicht und variabel

Xanten. Das Freizeitzentrum Xanten investiert 500 000 Euro in den Bau am Eingang zum Strandbad in Wardt. Von Heidrun Jasper

"Nun ist der Festbaum aufgericht', wir taten alle unsre Pflicht": Wenn irgendwo gebaut wird und der Dachstuhl fertig ist, wird Richtfest gefeiert. So auch beim Freizeitzentrum: Dort, wo ehedem das Eingangsgebäude zum Strandbad stand, wird für 500.000 Euro ein neues und multifunktionales Gebäude errichtet. Architekt Thomas Frücht hat es geplant, der Rohbau steht, der Dachstuhl ist fertig - ein guter Grund für die FZX-Geschäftsführer (und Kreisdirektor) Ralf Berensmeier und Bürgermeister Thomas Görtz gemeinsam mit Freizeitchef Wilfried Meyer, dem Architekten und dem Zimmermann Jürgen Weibel aufs Dach zu steigen und anzustoßen.

"Das erste Glas auf den Bauherrn wollen wir trinken, dass es ihm Glück und Segen soll bringen", machte er die Pinneken voll; "das zweite Glas uns soll es gelten", fuhr er fort - und Bürgermeister Görtz schwante mit Blick auf die Flasche mit Hochprozentigem Übles: "Wie viel Strophen kommen da noch?" Der Zimmermann gab Entwarnung: "Nun schmeiße ich nach alter Sitte das Glas in eure Mitte".

Wieder festen Boden unter den Füßen, bat Architekt Thomas Frücht zum Rundgang. Ein schlichtes Gebäude werde es, multifunktional. Das Dach ist schon dicht, Fenster und Türen kommen Mitte Januar 'rein. Trennwände in Leichtbauweise (Gipskarton), so dass man ohne Probleme bei Bedarf aus einem Raum zwei machen kann.

Es gibt keine Zentralheizung, das eingeschossige Gebäude (Niedrigenergiehaus) mit rund 400 Quadratmetern Grundfläche soll mittels sogenannter Splitgeräte beheizt beziehungsweise gekühlt werden. Vorteil: Die laufenden Betriebskosten können dauerhaft gering gehalten werden.

Das Gebäude bietet im Übrigen jede Menge Platz für den Haupteingang des Strandbades mit Kasse und Infocenter, mit Büroräumen für den Wassersport- und Strandbadbetrieb sowie Technik-, Betriebs- und Lagerräume. Integriert ins neue Gebäude ist auch der Personalbereich mit den Sozialräumen und einer kleinen Werkstatt für den Strandbadbetrieb.

Rechtzeitig zum Saison-Beginn an der Xantener Südsee soll es fertig sein. Architekt Frücht hat sich bei der Planung "an die neue Formsprache des Freizeitzentrums angepasst": Da ist Weinrot für den Anstrich aufgenommen und Lerchenholz verbaut.

Auch Thomas Görtz war angetan. Der Bürgermeister bescheinigte allen Beteiligten eine gute Planung und eine gute wie zügige Arbeit. "In Xanten bleibt man nicht nur im Zeit-, sondern meistens auch im Kostenplan."

Apropos Plan: Wenn das Nibelungenbad geräumt und die Mitarbeiter umgezogen sind ins neue Mehrzweckgebäude am Strandbad, wird das alte Bad Stück um Stück stillgelegt und ab Herbst 2016 abgerissen.

Quelle: RP
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