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Unsere Woche
Nicht erziehen, aber gemeinsam eine Lösung finden

Xanten. Weder die Stadt, noch der Rat haben vor, die Rheinberger zu "erziehen" - wenngleich im Betriebsausschuss in dieser Woche mehrfach von "erzieherischen Maßnahmen" die Rede war. Und zwar in Zusammenhang mit der Altpapierentsorgung, die der Dienstleistungsbetrieb (DLB) seit acht Jahren für die Stadt erledigt. Da klemmt es gewaltig, und es muss schnell eine Lösung her. Denn die Papp- und Papiermengen, die neben die blauen Tonnen an den Straßenrand gestellt werden, nehmen beachtliche Ausmaße an und müssen von den Müllwerkern mühsam in den Wagen befördert werden. Das erschwert die Arbeit und treibt die Kosten in die Höhe. Auch weiterhin will der DLB (was er nicht muss) kleine Extra-Kartons mitnehmen. Die XXL-Pakete, manche im Umzugsformat, sollen stehenbleiben. Also doch irgendwie eine Erziehungsmaßnahme. Eine berechtigte, das wollen wir gerne hinzufügen. Nun sollten alle Rheinberger "Pappkameraden", die mehr Altpapier entsorgen möchten als ihre Tonne fasst, vernünftig sein und ihr Verhalten überdenken. Einfach mal mit dem Nachbarn reden - vielleicht hat er noch Platz im Behälter. Oder den Kofferraum vollpacken und die zerrissenen Kisten zum Bauhof fahren. Das müsste doch zu schaffen sein!

Aufhorchen ließen zwei Punkte im Sportausschuss. Dass Kinder ab neun Jahren in Rheinberger Turnhallen (mit Ausnahme der Großraumturnhalle) bald eventuell nicht mehr Fußball spielen dürfen, schmeckt uns nicht. Wenn durch die Bolzerei Heizungs- und Deckenteile kaputt gehen, ist das die eine Sache. Aber da lässt sich doch sicher eine andere Lösung finden?! Fußball ist Volkssport. Und irgendwie kann man auch nicht alles verbieten.

Beim zweiten Punkt geht es um ein absolutes Alkohol- und Rauchverbot in allen städtischen Sporteinrichtungen. CDU und SPD tragen das mit, Grüne und FDP sind dagegen, wurden aber überstimmt. Klar sein sollte: Da wo Kinder und Jugendliche sind, haben Bier und Zigaretten nichts verloren. Aber wie sieht es aus, wenn ein paar Erwachsene nach dem Training gesittet in der Kabine noch ein Bierchen trinken? Das müsste doch hinzukriegen sein. Dazu sollten die Hallenbücher wieder eingeführt werden. Wer in die Halle kommt, trägt ein, wie er sie vorgefunden hat. Dann sind Übeltäter, die die Hallen mit Bier versauen und leere Flaschen liegenlassen, schnell ausgemacht und können zur Rechenschaft gezogen werden.

In diesem Sinne: ein schönes Wochenende! UWE PLIEN

UWE.PLIEN@RHEINISCHE-POST.DE

Quelle: RP
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