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Xanten
Oase: Ein Raum der Auszeit in der Schule

Xanten: Oase: Ein Raum der Auszeit in der Schule
Betreuen die Schüler in der Oase: Marie Quinders und Janine Maas in dem Raum der Auszeit. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Die Gesamtschule Xanten-Sonsbeck hat betreute Plätze für Schüler geschaffen, in denen sie zur Ruhe kommen können. Von Rita Hansen

"Schule braucht viele unterschiedliche Orte, mit dem Ziel, dass die Schüler gut lernen können", erklärt Regina Schneider, Leiterin der Gesamtschule Xanten-Sonsbeck. Immer wieder gibt es Situationen und Umstände, die verhindern, dass ein Schüler sich auf das Lernen konzentrieren kann. Das kann Unruhe im Klassenraum ebenso sein wie Kummer oder Streitigkeiten. "Kinder, die so belastet sind, können nicht in Ruhe lernen", erläutert die Schulleiterin. Aus diesem Grund wurde an der Gesamtschule die sogenannte Oase eingeführt. Ein großer, gemütlich eingerichteter Raum, in dem sich die Jungen und Mädchen sicher fühlen können. Sicher in vielerlei Hinsicht: In dem Raum sind sie gut aufgehoben, er bietet Schutz. Mit Janine Maas und Maria Quinders sind Betreuerinnen vor Ort, die zuhören, trösten, unaufgeregt helfen. Nichts von dem, was die Schüler den beiden Damen im Vertrauen erzählen, verlässt den Raum, auch das ist sicher.

Die Kinder verweilen in der Oase, bis sie zur Ruhe gekommen sind. Dann kehren sie in den Unterricht zurück. Mit Schwänzen habe das nichts zu tun, versichert Regina Schneider. Möchte ein Schüler eine Auszeit in der Oase beanspruchen, muss er sich beim Lehrer ein "Ticket" holen. Mit diesem Zettel geht er zur Oase, wo er ihn als Versicherung abgibt, dass der Lehrer Bescheid weiß. "Die Oase ist ein Ort der Auszeit, des sich Erholens", wie die Schulleiterin erklärt. Bislang fanden sich die Schüler oftmals im Vorraum zu und in ihrem Büro ein. Diesen Teil des Schulgebäudes empfanden die Pennäler als geschützten Raum. Da das auf Dauer bei steigenden Schülerzahlen ein unhaltbarer Zustand war, musste ein anderer Ort geschaffen werden, "der dieselbe Funktion übernimmt. Schule braucht Lernorte unterschiedlichster Art. Auch solche, wo man sich wieder beruhigen kann."

Eine gemütliche Atmosphäre war (nicht nur) den beiden Betreuerinnen wichtig. "Wir fangen die Kinder auf, die in dem Moment nicht in der Lage sind, am Unterricht teilzunehmen", berichtet Maria Quinders. "Diese Kinder können sich in der Oase kurz erholen und gehen dann ,aufgetankt´ zurück in ihre Klasse." Das Kind entscheide, wann es diese besondere Auszeit brauche. "Wir bieten Raum zum Reden und Runterkommen. Nichts von dem, was in der Oase erzählt wird, wird dokumentiert", beteuert Maria Quinders.

Am Schulstandort Sonsbeck gibt es übrigens auch einen ähnlichen Raum.

Quelle: RP
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