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Xanten
Ökumenische Orgelwoche eröffnet

Xanten. Die Organistin Ute Gremmel-Geuchen spielte in der evangelischen Kirche.

Die Orgel wird zu Recht als Königin der Instrumente angesehen. Vielseitig ist ihr Einsatzgebiet - nicht nur für den liturgischen Gebrauch. Überzeugen davon konnte sich jetzt die Zuhörerschar in der evangelischen Kirche. Presbyterin Brigitte Messerschmidt konnte fast 30 interessierte Orgelliebhaber begrüßen und auf ein besonderes Konzert zur ökumenischen Orgelwoche einstimmen. Drei Orte, drei Orgeln, drei verschiedene Klangwelten - lautete die Überschrift.

Am ersten Abend stand Tanzmusik auf dem Programm. An der Ludwig-König-Orgel präsentierte die international gefragte Kempener Organistin Ute Gremmel-Geuchen Werke aus dem Mittelalter. Die Künstlerin mit A-Examen erhielt ihren ersten Unterricht in Düsseldorf. Nach dem Abschluss setzte sie ihre Studien als Stipendiatin am Amsterdamer Sweelinck-Conservatiorium fort (Orgel und Cembalo) fort. Abschließend studierte sie in Stuttgart Orgel. Für das Konzert wurden Stücke von Gottlieb Muffat, Georg Muffat, Susanne van Soldt, Johann Pachelbel und Johann Sebastian Bach ausgewählt.

Da der Abend mit Tanzmusik überschrieben war, überwogen zartliebliche Passagen - die Beschwingtheit der Musik zauberte vielen ein Lächeln ins Gesicht. Vermutlich sahen sich viele in die damalige Zeit bei Hofe zurückversetzt. Zum Beispiel beim Stück "Brabanschen ronden" von Susanne van Soldt. Flöten- und Oboenregister sind selten im Gottesdienst an der Orgel zu hören. Nun zeigte die Organistin, welche Klangpracht in der Orgel steckt. Ebenso bei den Werken von Bach und Pachelbel. Die Zuhörer dankten mit langanhaltendem Applaus, und Ute Gremmel-Geuchen wiederum bedankte sich mit einer beschwingten Zugabe.

Am kommenden Donnerstag, 12. Oktober, um 20 Uhr wird die Reihe im Xantener Dom fortgesetzt.

(kaho)
 
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