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Sonsbeck
Offenes Frühstück als Zeichen des Willkommens

Brandanschlag auf geplantes Flüchtlingsheim in Xanten
Brandanschlag auf geplantes Flüchtlingsheim in Xanten FOTO: Fischer, Armin
Sonsbeck. 120 Sonsbecker und Asylsuchende kamen auf Einladung der Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena zusammen. Von Rita Hansen

Über 100 Flüchtlinge leben derzeit in Sonsbeck. Damit sich Gemeindemitglieder und Asylsuchende begegnen und kennenlernen können, lud die Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena zu einem offenen Frühstück ein. "Viele Ehrenamtliche engagieren sich, um den Flüchtlingen das Einleben zu erleichtern. Wir als Pfarrgemeinde möchten mit dem offenen Frühstück ein Zeichen des Willkommens setzen", erläuterte Pastoralreferentin Gertrud Sivalingam. Gefrühstückt wurde im Pfarrheim. Rund 120 Sonsbecker und Asylsuchende versammelten sich an der Frühstückstafel.

Für das großzügig bestückte und bunt gemischte Buffet hatten zahlreiche Spenden aus der Gemeinde gesorgt. "Es riefen im Vorfeld viele Sonsbecker, auch die, die an dem Tag keine Zeit hatten, an und fragten, womit sie die Veranstaltung unterstützen könnten", berichtete die Pastoralreferentin erfreut. Selbstgebackenes Brot, hausgemachte Marmeladen, Couscous-Salat, Rohkost mit Dips, Käse oder Geflügelaufschnitt, es war für jeden Geschmack etwas dabei. "Wir wollten mit dem Frühstück helfen, Berührungsängste abzubauen und Erstkontakte herzustellen", erklärte Sivalingam.

Das habe funktioniert. An allen Tischen hätten Sonsbecker und Flüchtlinge zusammengesessen und sich unterhalten, notfalls mit Händen und Füssen. "Es war eine tolle Sache, die wir unbedingt wiederholen sollen, wie ganz viele Besucher gesagt haben." Es erleichtere das Aufeinanderzugehen innerhalb der Gemeinde. Durch das Wiedererkennen und Grüßen im alltäglichen Leben werde der persönliche Kontakt und damit die Eingliederung der Flüchtlinge in den Alltag gefördert. "Für mich persönlich habe ich noch einmal mehr bemerkt, wie hoch die Bereitschaft der Gemeindemitglieder zu helfen ist", sagte Gertrud Sivalingam.

Sie könne sich gut vorstellen, dass es beim nächsten Mal genauso unkompliziert ablaufen werde. Denn dass es ein nächstes Mal geben wird, das steht fest.

Quelle: RP
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