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Xanten
Ostwallpark wird zur Open-Air-Galerie

Xanten: Ostwallpark wird zur Open-Air-Galerie
Maria da Conçeicão-Heinich mit ihren Schülerinnen und ihren Werken für die Ausstellung im Park v. l.: Lea (10 Jahre), Kerstin (13), Kim (13) und Marlene (10). FOTO: Ostermann, Olaf (oo)
Xanten. 31 Kinder des Malstudios Artecêça stellen ihre Bilder zum Thema "Frühling" am Ostwall nahe des Nibelungentors aus. Die Bilder sind wetterfest und an einem Zaun festgeschraubt. Um elf Uhr beginnt am Sonntag die Vernissage. Von V On Peter Kummer

Der Frühling hält am Ostwall Einzug, auch wenn sich das entsprechende Wetter noch nicht so richtig durchsetzen will. Dafür stellen ab dem morgigen Sonntag, 10. April, 31 Kinder des Malstudios Artecêça ihre Bilder zu diesem Thema am Ostwall nahe des Nibelungentors aus. Die Bilder sind an einem Zaun festgeschraubt, um elf Uhr beginnt die Vernissage. Finissage ist am 30. April ebenfalls um elf Uhr.

"Die letzte Ausstellung liegt vier Jahre zurück. Es fehlte einfach an Räumlichkeiten", bedauert Maria da Conçeicão-Heinich vom Malstudio. Doch nun hat sie von der Stadt die Erlaubnis erhalten, dass die Kinder und jungen Leute zwischen sechs und 20 Jahren mitten in der Parkanlage ihre Kunst zeigen können. Das Projekt heißt "Frühling 50-70" in Anlehnung an das Format, denn alle Bilder haben diese Größe. "Die Kinder möchten zeigen, was sie geschaffen haben; das macht sie glücklich", sagt die Kursleiterin, die das Atelier seit zehn Jahren betreibt. "Sie sind alle sehr aufgeregt und begeistert bei der Sache."

Die Bilder halten den Witterungseinflüssen stand, verspricht Maria da Conçeicão-Heinich. Das Holz hat sie mehrmals grundiert und lackiert, damit kein Regen die Farben auswaschen kann. Farbenfroh ist es in der Tat, was zum Beispiel Lea und Kerstin, Marlene und Kim mit viel Fantasie aufs Holz gebracht haben. "Frühlingsgefühle" hat die zehnjährige Lea ihr Werk mit einer Wiese, einem Haus und einem Teich genannt. "Meine Idee ist, dass im Frühling alle Blumen blühen und die Sonne scheint", erklärt sie. Einige Kinder ließen ihrer Fantasie freien Lauf, andere fanden ihr Motiv in anderen Quellen. Im Internet wurde Kim (13) fündig, als sie auf das Bild eines blühenden Kirschbaums stieß. "Ich habe mir gedacht, das passt doch gut zum Frühling", sagte sie sich und griff zum Pinsel.

Kerstin (13) hingegen hatte ihr großes Bild schon einmal zu Hause im Kleinen gemalt und es jetzt auf die große Holzplatte übertragen: ein Sonnenuntergang mit einem See im Vordergrund und vielen, manchmal nur schemenhaft angedeuteten Bäumen.

Dann ist da noch Marlene (10) mit "Blumenzauber" in Form von Osterglocken, Krokussen und anderen blühenden Blumen, "von denen ich aber nicht weiß, wie sie heißen". Gespannt sind sie alle auf Sonntag und den Tag der Vernissage, wenn sie ihre Bilder öffentlich zeigen. Verkaufen wollen die vier aber keins, dafür sind sie ihnen zu sehr ans Herz gewachsen, auch wenn es im Mädchenzimmer an den Wänden schon eng geworden ist.

Andere junge Teilnehmer, sagt die Kursleiterin, könnten sich durchaus vorstellen, auf diese schöne Weise ihr Taschengeld etwas aufzubessern.

Quelle: RP
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