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Xanten
Paradebeispiel des engagierten Bürgers

Xanten: Paradebeispiel des engagierten Bürgers
Alfred Melters nach der Ehrung im Kreis der Familie. Von links: Andreas, Leo, Dorothee, Alfred, Katharina und Klaus. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Xanten freut sich mit Alfred Melters über die Ehrung mit dem Rheinlandtaler. Für Bürgermeister Thomas Görtz eine "weise Entscheidung", für Landrat Ansgar Müller die "völlig richtige Entscheidung". Melters dankte den Weggefährten. Von Dirk Möwius

Der kräftigen Verspätung der Festrednerin Karin Schmitt-Promny geschuldet musste bei der Verleihung des Rheinlandtalers an Alfred Melters improvisiert werden. So hatte Bürgermeister Thomas Görtz, der eigentlich nur ein kurzes Grußwort sprechen sollte, plötzlich mehr Zeit, Landrat Ansgar Müller zog seine Dankesworte vor. Für beide nicht unbedingt eine leichte Aufgabe, wollten sie der eigentlichen Laudatio doch nicht vorgreifen. Görtz dankte auch persönlich einem "guten Ratgeber" und sprach von einer "weisen Entscheidung", Müller wertete die Ehrung als "völlig richtige Entscheidung." Melters habe gemeinsam mit Heinz Trauten die entscheidenden Weichen gestellt, um Xanten zu so einer lebenswerten und außergewöhnlichen Stadt zu machen. Davon profitieren auch der Kreis und die Region - auch wenn die Vorgehensweise manchmal schon außergewöhnlich war, so Müller.

Karin Schmitt-Promny, stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, erinnerte nach einer Wartepause an die "Pionierzeit", die Sitzungen von Alfred Melters mit Gundolf Precht, dem Gründungsdirektor des APX. Noch heute erzähle man sich von Generation zu Generation von den legendären Treffen wie von Mythen. Als Vorsitzender des Zweckverbandes CUT war Melters mit dem Erwerb der Flächen der antiken Colonia Ulpia Traiana betraut. "Allein diese Tätigkeiten hätten gereicht, um ein Ehrenamtsleben voll auszufüllen, zumal er auch noch hauptberuflich Lehrer für Deutsch und Geschichte am Stiftsgymnasium war", so Schmitt-Promny. Für Melters sei es stets ein inneres Anliegen gewesen, sich für andere Menschen einzusetzen - und für Dinge, die ihm und anderen wichtig waren. Da komme einiges zusammen: Vorstandsvorsitzender der Dom-Musikschule und Unterstützer des Siegfriedmuseums. Schmitt-Promny: "Die nicht immer ganz einfache Entstehungsphase des Museums hat er mit politischem Geschick gefördert. Ohne jede Übertreibung kann gesagt werden, dass der Nibelungenhort ohne Alfred Melters nicht eröffnet worden wäre." Melters sei das Paradebeispiel des engagierten Bürgers, der sich für die Belange der Gesellschaft, in der er lebt, einsetzt und diese nach Kräften gestaltet, schloss Karin Schmitt-Promny. Gewohnt gelassen und verschmitzt humorig dankte Melters für die Auszeichnung - nicht ohne Wegefährten wie Heinz Trauten und Precht zu danken. Für die musikalische Ausgestaltung der Feier im Römermuseum sorgte natürlich die Dom-Musikschule Xanten unter Leitung von Dr. Thomas Brezinka. Tilmann Irkens, Linus Weniger, Tom Meier, Johannes Lindemann, Thomas Steinbrecher im Trompeterensemble, Victoria Peters und Luise Benthaus am Klavier sowie Julius Stelldinger (Flöte) spielten für den Geehrten auf. Die gut 100 Gäste erhoben nach der durch die Verspätung verlängerte Feierstunde das Glas auf Alfred Melters.

Quelle: RP
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