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Xanten
Parker sollen Xanten mehr Geld bringen

Xanten: Parker sollen Xanten mehr Geld bringen
Am Markt ist es schon selbstverständlich, den Automaten zu füttern, so wie Gundula Jasper aus Bielefeld es macht. Nun werden vier weitere Parkplätze in der Stadt kostenpflichtig. FOTO: arfi
Xanten. Vier neue Standorte mit insgesamt 200 Stellplätzen sollen in Xanten gebührenpflichtig werden. Erste Stunde kostenlos. Von Peter Kummer

Die Stadt braucht Geld und ist bei ihrer Suche nach weiteren Quellen auch auf die Stellplätze gestoßen, die vielfach von Dauer- und Tagesparkern genutzt werden. Das wiederum stößt auf Widerstand bei den Einzelhändlern. Sie befürchten rückläufige Umsätze durch wegbleibende Kunden und ein Negativ-Image für die Stadt. In Gesprächen zwischen der Stadt und dem Vorstand der IGX wurde an einem gemeinsamen Konzept gefeilt. Tobias Fuß vom Ordnungsamt stellte es jetzt den Einzelhändlern vor.

Das ist die aktuelle Situation: Rund um den Wall stehen Autofahrern 23 Parkplatzstandorte zur Verfügung. Ein Großteil ist auch für Tagesparker kostenfrei, für elf gilt Parkscheibenpflicht. 80 Stellplätze an vier zentralen Punkten in der Innenstadt kosten bereits Gebühren.

Das sieht das neue Konzept vor: Vier weitere Standorte mit insgesamt 200 Stellplätzen sollen zusätzlich kostenpflichtig werden - an der Gasthof-, Bahnhof- und Niederstraße sowie ein Teil des Ostwalls. "Damit bleiben von den ursprünglich vorgeschlagenen zehn Standorten nur noch vier übrig", sagte IGX-Vorsitzender Ludger Lemken der Rheinischen Post.

Der Vorstand der IGX (von links: Michael Neumaier, Heinz Waldermann, Ludger Lemken und Christian de Fries) einigte sich mit der Stadt auf den Kompromiss. FOTO: Armin Fischer (arfi)

Für Kurzparker aber sollte auch dort eine "Brötchen-Taste" eingeführt werden, die freies Parken für die erste halbe Stunde erlauben soll. Die Vorschläge der Stadt sahen ursprünglich nur zehn Minuten vor. Diese kurze Zeit gilt allerdings für den kleinen Markt. Dort sollen sich auch die Parkgebühren auf einen Euro pro halbe Stunde verdoppeln.

Fuß schlug vor, für die vier zusätzlichen Standorte das kostenpflichtige Parken in einer Testphase einzuführen. "Man sollte das Ganze nicht von Beginn an verteufeln." Danach sollte man die Erfahrungen der Geschäftswelt auswerten. Eine vollständige Rückkehr zum kostenfreien Parken schloss Fuß aus, da die Stadt in neue Automaten investieren müsse. Aber mögliche Änderungen könnten dann eine längere Dauer der "Brötchen-Taste" oder niedrigere Gebühren sein.

Das neue Konzept stieß bei den Einzelhändlern weitgehend auf Zustimmung. Es gab aber auch Kritiker wie Hans de Fries: "Wir vergraulen die Leute. Lange haben wir für eine dreistündige Parkscheibenregelung gekämpft. Nun laufen wir Gefahr, das Erreichte zu zerstören." Mit Parkgebühr für zwei Stunden würde ein Essen in der Gastronomie schnell um zwei Euro teurer. "Warum werden am Lüttinger Hafen keine Parkgebühren genommen?" Mit solchen Mehreinnahmen könnte die Stadt den Fehlbetrag der FZX als Betreiber des Hafens reduzieren. Darüber hinaus sah Hans de Fries Bedenken für Kirchenbesucher.

In einem Schreiben an die Stadt wird jetzt die IGX ihre Position zusammenfassen: Die FZX-Parkplätze am Hafen werden ebenfalls gebührenpflichtig. Für Sonderveranstaltungen wie das Siegfried-Spektakel werden zusätzliche Stellflächen ausgewiesen. Das Parkleitsystem weist auf freie beziehungsweise kostenpflichtige Plätze hin. Für die Neuregelungen gilt eine Testphase. Weitere Parkplätze über die vier neuen Standorte hinaus werden nicht kostenpflichtig. Und am Samstagnachmittag ist als Ausgleich für den verlorenen Verkaufssonntag freies Parken möglich.

In der Frage nach verkaufsoffenen Sonntagen hofft die IGX auf ein Entgegenkommen der Bezirksregierung. Das Herbstfest ist gesetzt im Gegensatz zur Veranstaltung Klein-Montmatre. Für sie möchte die IGX eine Ausnahmegenehmigung beantragen, um auch an jenem Sonntag zusätzlich öffnen zu können.

Quelle: RP
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